Barbara Bleisch

Denken heisst überschreiten, sagte Ernst Bloch. Philosophie bürstet die Wirklichkeit deshalb gegen den Sachzwang und wagt den überraschenden Blick. Barbara Bleisch liebt es, mithilfe der Philosophie Weltansichten auf den Kopf zu stellen und Gewohntes neu zu denken.

Portrait einer Moderatorin.

Bildlegende: Barbara Bleisch SRF

Die Moderne ist flüchtig. Ankerideen sind wichtiger denn je, zumal die pluralistische Gesellschaft oft auf die Drohkulisse eines Wertezerfalls reduziert wird. Die Begeisterung für solche Ankerideen, die Überzeugung, dass wir diese stets von Neuem ausloten und deuten müssen, und der Imperativ, konsequent zu sein im Argument, selbst wenn es schmerzt, begeistern Barbara Bleisch seit 20 Jahren für die Philosophie.

Dabei hat sie die akademische Philosophie stets mit Journalismus verbunden, zuerst bei der NZZ und seit 2010 als Moderatorin und Redaktorin der Sternstunde Philosophie. Denn die Philosophie gehört für sie weder allein auf den Marktplatz, noch ausschließlich in den Elfenbeinturm, sondern sie gewinnt erst so richtig an Fahrt, wenn die Schauplätze des Handelns und Denkens aufeinander treffen.

«  Alle Menschen stellen sich philosophische Fragen. Zuweilen gehen sie im Alltagsrummel jedoch unter oder sie werden mit dem Verweis auf Sachzwänge verdrängt. In der Sternstunde Philosophie sollen die Grenzen im Denken fallen und überraschende Einsichten möglich werden. »

Barbara Bleisch