Die Nominierten in der Kategorie «Politik»

Die Jury des SwissAward hat die drei Nominierten aus dem Politikbereich bestimmt.

Christine Bär-Zehnder

Nominiert als Gemeindepräsidentin von Riggisberg BE, die 150 Flüchtlinge freiwillig und herzlich aufgenommen hat.

Die Berner Gemeinde Riggisberg war die einzige, die sich freiwillig auf einen Aufruf der Kantonsbehörden meldete, die aufgrund der ansteigenden Anzahl Asylgesuche dringend neue Unterkünfte suchte. Die Riggisberger organisieren für ihre 150 temporären Mitbewohner unter anderem Deutschkurse, Wanderausflüge oder Kaffeenachmittage. In ihrer Freizeit führen sie Neuankömmlinge durch das Dorf und erklären ihnen, wie man richtig und günstig einkauft. Um die Angebote zu koordinieren, wurde eigens eine Homepage aufgeschaltet.

Martine Brunschwig Graf

Nominiert für ihr Engagement gegen Rassismus und Hassreden im Internet.

Die FDP-Politikerin und Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR), hat sich in diesem Jahr wiederum stark gegen Rassismus im Internet stark gemacht. 2015 wurde die nationale Kampagne «Bunte Schweiz» lanciert. Mit dem Ziel, die Jugendlichen für das Thema der rassistischen Diskriminierung, der Hassreden im Internet und für die Notwendigkeit der Bekämpfung dieser Phänomene zu sensibilisieren.

Heidi Tagliavini

Nominiert für die Vermittlung zwischen den Kriegsparteien Russland und Ukraine.

Sie trug als Vertreterin der OSZE in den Verhandlungen entscheidend zur Vermittlung eines Waffenstillstands in der Ostukraine bei. Bei Verhandlungen mit Russlands Präsident Putin galt sie als Schlüssel zum Erfolg. Ihre Fähigkeit, zerstrittene Parteien selbst bei zunehmender Spannung am Gesprächstisch zu halten hat sie unter Politikern in ganz Osteuropa bekannt gemacht. Sie glaubt, dass Frauen mehr Menschlichkeit in Verhandlungen bringen. 2015 erhielt sie für ihre Verdienste das Bundesverdienstkreuz und den Preis der Dr. J.E. Brandenberger-Stiftung.