Die Molukken: vom Paradies zum Pulverfass

13‘000 Kilometer weit weg - da liegen die Gewürzinseln. Besser bekannt sind sie unter dem Namen Molukken. Von dort kommen – oder kamen einmal - die Gewürznelken, Muskat-Nüsse und Pfeffer. Diese Gewürze machten in der Kolonialzeit vor allem die Niederlande sagenhaft reich.

Indonesischer Muslim während den Unruhen auf den Molukken 2004
Bildlegende: Indonesischer Muslim während den Unruhen auf den Molukken 2004 Keystone

Aber die Niederländer sind seit über 60 Jahren weg, und Nelken, Muskat und Pfeffer gibt es auch aus anderen Gegenden der Welt. Deshalb gehören die Molukken-Inseln heute zu den ärmsten Provinzen Indonesiens. Aber es gibt Hoffnung auf neuen Reichtum – Stichwort Erdgas. Der NZZ-Journalist Manfred Rist hat die Molukken kürzlich besucht und dort unter anderem erlebt, wie die Kolonial-Geschichte den Boden legte für die heutige prekäre Ruhe zwischen den verschiedenen Religionen und Kulturen auf den Molukken. Wir haben zunächst über das geredet, was auf den Molukken am 25. April passiert.

Autor/in: Hans Ineichen, Redaktion: Hans Ineichen