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NHL Vom Schwerstarbeiter zum Skorer: Die Rollen der NHL-Schweizer

Mit 13 Spielern haben diese Saison sie viele Schweizer wie noch nie in der NHL mitgemischt. Wir rekapitulieren die Auftritte der sechs prägendsten Figuren der abgelaufenen Regular Season.

Josi: Der Schwerstarbeiter

Roman Josi ist der Dauerbrenner unter den Schweizer NHL-Söldnern. Der Berner Verteidiger spielte mit Ausnahme des letzten Qualifikationsspiels immer und stand durchschnittlich während 26:28 Minuten auf dem Eis. In seiner 4. Saison mit den Predators steigerte er seine Produktivität noch einmal und sammelte 55 Skorerpunkte (15 Tore/40 Assists) – einzig die Center Mike Ribeiro (62) und Filip Forsberg (63) überflügelten ihn. Auch dank Josi steht Nashville zum 2. Mal nach 2012 in den Playoffs. Sein Verteidiger-Partner Shea Weber lobte den 24-Jährigen unlängst: «Er ist so talentiert. Und er wird immer besser.»

Legende: Video Niederreiter brilliert in der NHL abspielen. Laufzeit 0:34 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 14.11.2014.

Niederreiter: Der Skorer

Richtig angekommen ist auch Nino Niederreiter bei den Minnesota Wild. Der Churer schoss 10 Tore mehr als letzte Saison und war mit 24 Treffern der zweitbeste Goalgetter seines Teams nach Zach Parise (33). Für Aufsehen hatte der 22-jährige Stürmer im November gesorgt: Dem Erstrundendraft gelang am 14.11.2014 gegen Buffalo als erstem Schweizer ein Hattrick.

Streit: Der Routinier

Mark Streit war in seiner zweiten Saison bei den Philadelphia Flyers der erwartet sichere Wert. Erst zweimal war der 37-jährige Verteidiger produktiver – seine 52 Skorerpunkte (Bestwert eines Verteidigers im Team) reichten aber nicht aus, um den «Phillies» einen Platz in den Playoffs zu sichern.

Weber und Sbisa: Die Angekommenen

Ihr Glück gefunden haben in Vancouver Yannick Weber und Luca Sbisa. Ersterer drehte gegen Saisonende richtig auf und erzielte fast die Hälfte seiner Tore in den letzten 12 Spielen. Auch Verteidiger-Kollege Sbisa fühlt sich bei den Canucks wohl – und seine Dienste werden geschätzt: Sein Vertrag wurde vor wenigen Tagen verlängert. «Luca ist schon die ganze Saison ein wichtiger Bestandteil unserer Defensive», lobte General Manager Jim Benning den 25-Jährigen.

Hiller: Der Kämpfer

Wichtiger Bestandteil bei den Calgary Flames ist Jonas Hiller. Der Appenzeller Keeper brachte es auf 52 Einsätze und eine Abwehrquote von 91,8 Prozent. Dennoch ist er nicht die unumstrittene Nummer 1, hat doch Karri Ramo mit 91,2 Prozent fast gleich gut gehalten. Zweimal musste Hiller während 5 Spielen in Folge zuschauen. Doch das Playoff-Ticket löste das Team von Coach Bob Hartley dank eines bärenstarken Hiller im Tor gegen die LA Kings. Mit Reto Berra hat der zweite Schweizer Goalie bei den Colorado Avalanche einen deutlich schwereren Stand.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgenbulletin 10.4.2015, 8:17 Uhr.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Raffi, asap
    Hiller Situation bei Calgary erinnert mich manchmal in unangenehmerweise an die Playoffs mit den Enten letzte Saison. Hiller durfte je laenger die Saison dauert, desto oefter nur ran wenn Ramo verletzt war. Einmal hat der Coach sogar Ortio anstelle von Hilly eingesetzt wo sie noch jeden Punkt brauchten. Obwohl Hiller meiner Meinung nach gut spielt wenn Er darf. Aber Ramo ist eben auch ein sehr, sehr guter Goalie.
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  • Kommentar von Raffi, asap
    Streit ist defensiv sicher nicht der beste. Genau wie Weber auch, der bis vor kurzem noch oft Ersatz war. Jetzt hat Er einige PPG gemacht. Bin gespannt ob Er die Leistung laenger bringen kann. El Nino hat zwar viele Tore geschossen, spielt aber meist in der 3. Linie. Hiller spielt oft nur wenn Ramo verletzt ist, wie auch jetzt gerade. Dann hat Er aber meist gut gespielt. Hoffe Ihn in den Playoffs im Tor zu sehen. Wahre Teamstuetzen sind fuer mich nur Josi und, Streit Sbisa ist auf gutem Weg.
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  • Kommentar von R. Rüssel, Bern
    Dass Mark Streit viele Skorerpunkte holte mag ja stimmen, er ist aber gleichzeitig immer noch eine Labilität in der Defensive. Wieder einmal hat er die zweitschlechteste Plus-Minus-Bilanz vom ganzen Team. Als er noch bei den Islanders spielte schaffte er es sogar Jahr für Jahr die schlechteste Bilanz aufzuweisen. Offensive ist nicht alles! Von den anderen NHL-Söldner bin ich einfach nur noch begeistert, Josi, Niederreiter, Hiller und seit neustem auch Weber sind starke Stützen in ihrem Team!
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    1. Antwort von Ch. Keller, Schwyz
      Sie wissen schon, dass PP-Tore kein +/- geben.. Streit spielte mehrheitlich PP und sehr wenig Unterzahl.. Er hatte am Saisonende eine -8 Bilanz, jedoch auch 30 PPP (power play points) welche nicht in die +/- Bilanz einfliessen..
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