Bern erzwingt «Belle» gegen Zug

Der SC Bern hat sich im Playoff-Halbfinal gegen den EV Zug zurückgemeldet und ein 7. Spiel erzwungen. Die «Mutzen» schafften im 3. Anlauf das Break in Zug und gewannen dank einer Steigerung im Schlussabschnitt mit 4:3.

Nach zwei Dritteln sah es nicht danach aus, als ob Bern den vorzeitigen Final-Einzug der Zuger verhindern könnte. Die Zentralschweizer waren das aktivere Team und hatten dank 2 Powerplay-Toren von Alessandro Chiesa (3.) und Reto Suri (31.) zwei Mal geführt. Beide Male hatte der SCB aber dank Caryl Neuenschwander (17.) und Ryan Gardner (33.) den Ausgleich geschafft.

Im 3. Drittel waren es dann aber die Berner, welche besser ins Spiel kamen. In der 44. Minute fasste sich Geoff Kinrade ein Herz, zog von der blauen Linie ab und bezwang Zug-Keeper Jussi Markkanen mit einem Schuss in den Winkel. Damit lagen die Gäste das erste Mal an diesem Abend in Front.

Plüss' Shorthander als Vorentscheidung

4 Minuten später war es Martin Plüss, der die Zuger Anhänger verstummen liess. Der SCB-Captain sorgte im Boxplay für den ersten Zweitore-Vorsprung in dieser Partie und feierte seinen bereits 5. Halbfinal-Treffer.

Als danach der EVZ dank Björn Christen in Überzahl nur 19 Sekunden später zum 3:4-Anschlusstreffer kam, schien die Aufholjagd lanciert. Vor allem, da die Zentralschweizer nach 56 Minuten nochmals ein Powerplay aufziehen konnte. Berns Coach Antti Törmänen hatte sich eine Strafe wegen Reklamierens eingefangen. Doch der SCB konnte den Vorsprung über die Zeit retten und machte das «Re-Break» damit perfekt.

«Belle» am Ostermontag

Berns Siegtorschütze Plüss räumte ein: «Es stand lange Zeit auf der Kippe. Aber wir kamen immer besser ins Spiel.». Nach dem 1. Berner Auswärtssieg in den Playoff-Halbfinals im 3. Anlauf kommt es am Ostermontag in der Hauptstadt zum Showdown. Auf den Sieger wartet im Playoff-Final ab Donnerstag der HC Fribourg-Gottéron.