Dramatische Genfer Aufholjagd belohnt

Dreitore-Rückstand, später Ausgleich und Overtime-Sieg: Servette gewinnt nach einem packenden Playoff-Kampf auch in Freiburg. Weil Davos und Lugano ebenfalls jubelten, steht es in allen Viertelfinal-Serien 2:0.

  • Pech: Genfs Rubin muss verletzt vom Eis getragen werden
  • Führung: Klotens Jubel währt nur ganz kurz
  • Erfolg: Biel gewinnt auch das 2. Spiel der Platzierungsrunde

Fribourg-Gottéron - Genf-Servette 3:4 n.V. (Serie: 0:2)

Nach 59 Minuten schien jegliche Hoffnung für die Gäste aus Genf verloren: Beim Stand von 2:3 wanderte Goran Bezina für 2 Minuten auf die Strafbank. Doch das Team von Chris McSorley schaffte das Unmögliche: Ohne Torhüter dafür mit 5 statt 4 Feldspielern erzielte Kevin Romy 40 Sekunden vor der Sirene den 3:3-Ausgleich. Besonders bitter für Freiburg: Nach 22 Minuten hatte das Heimteam mit 3:0 in Führung gelegen. In der Overtime wurden die Genfer endgültig für ihre Aufholjagd belohnt: Arnaud Jacquement schob zum Siegtreffer für die Gäste ein (75.).

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Sprungers Check gegen Rubin

0:23 min, vom 5.3.2016

Überschattet wurde das Spiel von einem Check von Freiburgs Julien Sprunger an Daniel Rubin. Der Genf-Stürmer musste mit einer Trage abtransportiert werden. Zudem schied Jérémy Wick nach einem Schuss ins Gesicht verletzt aus.

Kloten Flyers - Davos 3:5 (Serie: 0:2)

6 Sekunden lang währte die 1. Klotener Führung in der Viertelfinal-Serie gegen Davos. Lukas Frick traf im Powerplay zum 3:2 für das Heimteam (31.). Postwendend konnten die Gäste aber direkt vom Bully durch Perttu Lindgren wieder ausgleichen. Es sollte die vorerst letzte Führung für die Flyers sein: Marc Wieser brachte Davos noch vor der 2. Pause wieder in Führung. Der Schlusspunkt gelang Alexandre Picard: Der Kanadier revanchierte sich mit seinem «Empty-Netter» zum 5:3-Endstand für den hässlichen Kniecheck vom Donnerstag-Spiel.

Lugano - Zug 4:2 (Serie: 2:0)

Ausgerechnet ein Penalty brach den Zugern in der Resega endgültig das Genick: Lorenz Kienzle wurde in der Schlussphase alleine vor dem Tor von Dominik Schlumpf zu Fall gebracht. Den anschliessenden Penalty verwandelte der Verteidiger souverän (und regelkonform) zum vorentscheidenden 5:3. Zuvor hatte Unglücksrabe Schlumpf die Zuger im 1. Drittel in Führung geschossen. Lugano gelang danach aber die Wende und der Sieg zur 2:0-Führung in der Serie.

Platzierungsrunde 5.3.

1.Ambri-Piotta52192823149:17169
2.Lausanne52176425128:15267
3.SCL Tigers52156328143:18060
4.Biel52136528135:17956

SCL Tigers - Biel 2:3

Biel gelang in der Ilfishalle mit einem Doppelschlag innert 104 Sekunden (8./9.) ein Start nach Mass. Danach beherrschten vor allem Bankstrafen das Spielgeschehen und Biel verpasste es, den Sack endgültig zuzumachen. In der Schlussphase kam deshalb noch einmal Spannung auf: Yannick-Lennart Albrecht gelang in Unterzahl der Anschlusstreffer zum 2:3. Mehr lag für die Tiger aber nicht drin.

Ambri-Piotta - Lausanne 3:1

Die «Biancoblu» konnten zuhause gegen Lausanne den ersten Sieg in der Platzierungsrunde feiern. Alexandre Giroux brachte das Heimteam auf die Siegerstrasse (13.), Daniele Grassi und Cory Emmerton erhöhten noch vor der 2. Pause auf 3:0. Ralph Stalder gelang lediglich noch der Ehrentreffer für die Gäste. Dank dem Sieg übernimmt Ambri die Spitze der Tabelle und steuert Richtung Ligaerhalt entgegen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 5.3.2016, 20:00 Uhr