Jakub Horak: «Lassen uns nicht nervös machen»

Der EV Zug steckt in der Krise: Nach 19 Spielen stehen die Zentralschweizer auf einem Playout-Platz. Sportchef Jakub Horak sagt im Interview mit SRF, dass er trotzdem gelassen bleibe. Er hofft, dass am Donnerstag mit dem Spiel gegen Lugano ein Aufwärtstrend einsetzt.

EVZ-Sportchef Jakub Horak weht derzeit ein eisiger Wind entgegen.

Bildlegende: In der Krise EVZ-Sportchef Jakub Horak weht derzeit ein eisiger Wind entgegen. EQ Images

«Fans und Zeitungen sind nervös», sagt Jakub Horak, Sportchef des EV Zug, im Gespräch mit SRF. «Das nahe Umfeld des EVZ allerdings ist und bleibt gelassen.» Mit der aktuellen Situation sei man natürlich nicht glücklich, gibt er zu: «Wir haben den Anspruch, anders zu spielen.»

An drittletzter Stelle

Die aktuelle Situation beim EV Zug ist in der Tat ungemütlich: Nach 19 Spielen stehen nur 6 Siege, 20 Punkte und Rang 10 zu Buche. Der Rückstand auf die Playoff-Plätze beträgt bereits 6 Zähler. «Davon lassen wir uns aber nicht nervös machen», betont Horak.

Enttäuschende Ausländer

Vor allem die Ausländer konnten bislang nicht überzeugen: Stürmer Rob Schremp (USA), Verteidiger Andrew Hutchinson (USA) und Torhüter Eero Kilpelainen (Fi) erfüllen höhere Ansprüche derzeit nicht.

Leitwolf und Publikumsliebling Josh Holden sorgte bisher eher mit üblen Checks denn mit Toren für Aufsehen. Nach einem Foul gegen Luganos Julien Vauclair wurde der Kanadier zuletzt gar für 8 Spiele gesperrt. Seit 2 Partien ist er nun wieder zurück im Kader.

Robbie Earl

Bildlegende: Robbie Earl Der Stürmer ist der neue Hoffnungsträger. Keystone

Verpflichtung von Earl «als Signal»

Als Reaktion auf die Misere holte Horak in der Länderspiel-Pause den bei den Lakers nicht mehr erwünschten Robbie Earl. «Mit seiner Verpflichtung wollen wir ein Signal setzen», so die Begründung des Sportchefs. Dass mit Earl bereits die 7. von 8 Ausländer-Lizenzen verbraucht wurde, nimmt er hin: «Earl ist ein Spieler, den wir brauchen. Er ist einer, der Tore schiessen kann.»

Das Missverständnis Boucher

Was die Zusammenstellung der Ausländer betrifft, gibt sich Horak auch selbstkritisch: «Die Verpflichtung von Brian Boucher war kein Glücksgriff, das muss man zugeben können.» Der amerikanische Torhüter war bereits nach 5 Spielen freigestellt und durch Kilpelainen ersetzt worden.

Dazu kam am 10. Oktober der Rücktritt von Kyle Wellwood. Der kanadische Stürmer mit grosser NHL-Erfahrung, ein Wunschtransfer des EVZ, verabschiedete sich nach 9 Spielen überraschend aus der Innerschweiz in Richtung Ruhestand.

«Alle sind gefordert»

Horak hofft nun, dass es mit dem Spiel gegen Lugano wieder aufwärts geht und rund um seinen Klub etwas Ruhe einkehrt. Dabei zählt er nicht nur auf die Tore von Earl: «Die Verantwortung liegt nicht nur bei einem Spieler. Wir haben 22 sehr gute Leute im Kader, die allesamt gefordert sind».

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