Kloten mit viel Moral zum Heimsieg

Die Kloten Flyers halten den EHC Biel am Trennstrich auf Distanz. Die Zürcher Unterländer schlugen Zug zuhause nach 0:2-Rückstand noch im Penaltyschiessen, während Biel die Lakers auswärts mit 6:2 besiegte.

Das Heimpublikum in Kloten erlebte gegen Zug ein Wechselbad der Gefühle. Kurz nach Spielmitte schossen Fabian Sutter und Lino Martschini Zug innert dreieinhalb Minuten 2:0 in Führung. Die Flyers hatten bis dahin mit den Gästen absolut mithalten können und auch die Chancen zum Führungstreffer besessen.

Kloten beweist Moral

Die Zürcher Unterländer gaben sich aber nicht auf und drückten die Zuger im Schlussabschnitt in die Defensive. Denis Hollenstein verkürzte auf 1:2 und Emil Lundberg traf eineinhalb Minuten vor der Sirene zum Ausgleich. Wenige Sekunden vor dem Treffer hatte der unter massivem Druck stehende Trainer Tomas Tamfal sein Timeout genommen.

In der Overtime verpasste es Zug, die Partie in Überzahl zu entscheiden. Im Penaltyschiessen avancierte Tommi Santala mit seinem zweiten verwerteten Versuch zum Matchwinner für die Flyers. Klotens Reserve auf den EHC Biel am Trennstrich schrumpft damit nur minim auf 6 Punkte, wobei die Bieler eine Partie weniger ausgetragen haben.

Biel dreht mächtig auf

Biel gewann das Duell zwischen dem 9. und dem 10. der NLA bei den Lakers nach harzigem Start ungefährdet. Antonio Rizzello brachte Rapperswil-Jona nämlich schon nach 67 Sekunden in Front.

Die Gäste aus Biel reagierten aber umgehend. Ryan MacMurchy, von Martigny zu Biel gestossen, erzielte in der 4. Spielminute seinen ersten Treffer im Dress der Seeländer. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Biel das Diktat, während das Heimteam stark abbaute. Mit fünf Toren innert gut 16 Spielminuten sicherten sich die Bieler die wichtigen Punkte. MacMurchy zeichnete sich ebenso als Doppeltorschütze aus wie Mathieu Tschantré.