Kloten schlägt auch den SCB

Einen Tag nach dem Derby-Sieg gegen die ZSC Lions hat der EHC Kloten nachgelegt. Die Flughafenstädter bezwangen Meister Bern mit 4:0. Freiburg verliert nach 4:2-Führung in Lausanne.

  • Bern in Kloten chancenlos
  • 10 Tore bei Lausanne - Freiburg
  • Erster Sieg für Jonas Hiller auf Schweizer Eis nach 9 Jahren
  • ZSC Lions drehen Partie im Emmental in extremis
  • Lugano mit 2 Shorthandern während der gleichen Strafe

Kloten - Bern 4:0

Der 2. Saisonsieg der Klotener war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Schon nach 4 Minuten führten sie dank eines Treffers von Topskorer Vincent Praplan. Bei Spielhälfte lag das Team von Pekka Tirkkonen mit 3:0 in Front. Tommi Santala zeichnete für den dritten Treffer verantwortlich. Die weiteren Tore fabrizierten Drew Shore und Daniele Grassi. Die Gäste aus Bern agierten einen Tag nach dem Derbysieg zu passiv. SCB-Schlussmann Leonardo Genoni wurde des öfteren alleine gelassen. Stürmer Simon Moser musste wegen eines Stockstichs vorzeitig unter die Dusche (38.).

Pekka Tirkkonen.

Bildlegende: Starker Saisonstart Kloten-Coach Pekka Tirkkonen. Keystone

Tigers - ZSC 1:2

Die ZSC Lions haben den Fehlstart in die neue Saison in extremis abwenden können. 24 Stunden nach der Derby-Niederlage gegen Kloten sahen die Zürcher auch in Langnau wie die sicheren Verlierer aus, ehe die grosse Wende erfolgte. Ryan Shannon erzielte genau 100 Sekunden vor der Sirene den Ausgleich, 29 Sekunden vor der Verlängerung schoss Robert Nilsson doch noch den Siegtreffer. In einer ausgeglichenen Partie fiel der erste Treffer erst nach gut 47 Minuten: Thomas Nüssli hatte die Emmentaler in Überzahl in Führung geschossen. Der Aufreger der Partie ereignete sich bei Spielhälfte: Christian Marti kassierte nach einem heftigen Check gegen Yannick-Lennart Albrecht eine Spieldauer-Strafe.

Davos - Zug 3:2

In einer enge Partie sorgte Samuel Walser nach 51 Minuten für die Entscheidung. Der Davoser profitierte von einer unübersichtlichen Situation. Die Gäste hatten zuvor zweimal einen Rückstand wettgemacht. Sehenswert war der Davoser Treffer zum 2:1 im Powerplay. Perttu Lindgren narrte die Zuger Hintermannschaft, wurde dann zu Boden gerissen, um kurze Zeit später das Zuspiel von Andres Ambühl humorlos zu verwerten. Die Bündner sind mit zwei Siegen in die Saison gestartet.

Lausanne - Freiburg 6:4

Obwohl Gottérons dritte Sturmlinie gross aufspielte, stand das Team von Coach Gerd Zenhäusern am Ende mit leeren Händen da. Dank 2 Toren von Julien Sprunger und einem Treffer von Andrej Bykow führte man nach 1:2-Rückstand. Roman Cervenka erhöhte nach 29 Minuten sogar auf 4:2. Doch Lausanne kehrte zurück. Sven Ryser und Harri Pesonen glichen noch vor der 2. Sirene aus. Neuzugang Jonas Junland (53.) sorgte für die Entscheidung. Etienne Froidevaux traf noch ins verwaiste Tor.

Genf - Biel 1:3

Jonas Hiller hat seinen ersten Sieg auf Schweizer Eis seit 9 Jahren gefeiert. Der NHL-Rückkehrer gewann mit dem EHC Biel bei Genf-Servette mit 3:1. Die Bieler reagierten auf den Rückstand durch Romain Loeffel (27.) mit einem Doppelschlag wenige Minuten später: Jacob Micflikier und Captain Mathieu Tschantré drehten das Skore innert 111 Sekunden (33./35). Mit dem 3:1 durch Gaetan Haas 61 Sekunden vor Schluss war der 1. Saisonsieg für die Seeländer im Trockenen. Die Bieler hatten zudem noch 2 Aluminiumtreffer zu beklagen.

Lugano - Ambri 5:3

Bis zum Schluss blieb die Spannung in der Resega erhalten. Dies lag an den Leventinern, die trotz 1:4-Rückstand nicht aufgaben. Adrien Lauper (54.) und Peter Guggisberg (59.) bewerkstelligten den Anschluss, ehe Ryan Gardner mit dem Empty-Netter die endgültige Entscheidung herbeiführte. Letztlich müssen sich die Ambri-Spieler aber an der eigenen Nase nehmen. Statt von einer 5-Minuten-Strafe gegen Damien Brunner zu profitieren, kassierten sie in dieser Zeitspanne gleich 2 Shorthander. Julian Walker (42.) und Gregory Hofmann (46.) stellten auf 4:1.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung NLA

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