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National League NLA-Halbzeitbilanz: Drei Sieger, drei Verlierer

Bern, Lugano und Zug sind die Gewinner der ersten Qualifikationshälfte im Vergleich zur Saison 2013/14. Gar nicht läuft es dafür Kloten, Freiburg und Ambri. Die übrigen Teams konnten ihr Niveau halten.

Alessandro Chiesa im Duell mit Martin Plüss.
Legende: Im Aufwind Lugano (links Alessandro Chiesa) und Bern (Martin Plüss) haben im Vergleich zur ersten Saisonhälfte 13/14 stark zugelegt. Keystone

Die Gewinner:

SC Bern (+7 Plätze/+22 Punkte im Vergleich zur ersten Saisonhälfte 2013/14): Nach der Playout-Saison 13/14 ist der Ligakrösus zurück in der Spitzengruppe. Die Last ist gleichmässig auf jung (Bertschy, Scherwey) und alt (Plüss, Gardner), Schweizer und Ausländer (Ritchie, Holloway) verteilt. Coach Boucher bringt zwar nicht immer Spektakel, aber Stabilität ins Team. Da verträgt es auch eine eher mässige Fangquote von Keeper Bührer.

Legende: Video Fredrik Pettersson: 24 Spiele, 24 Tore abspielen. Laufzeit 2:06 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 26.11.2014.

HC Lugano (+3 Plätze/+12 Punkte): Headcoach Fischer ist in seiner 2. Saison auf gutem Weg, Lugano wieder «grande» zu machen. Der HCL spielt phasenpheise das spektakulärste Eishockey der Liga - in erster Linie dank den Nordländern Pettersson, Klasen und Filppula. Ein Risiko ist die fehlende Breite im Kader.

EV Zug (+6 Plätze/+19 Punkte): Letzte Saison kam der EVZ früh in eine Negativspirale. Unter dem neuen Coach Kreis sichert Zug zunächst hinten ab, die Playoff-Qualifikation scheint nicht in Gefahr. Nach jahrelangen Problemen zwischen den Pfosten hat Keeper Stephan grossen Anteil an der neuen Zuger Stabilität.

Die Stabilen:

HC Davos (+1 Platz/+6 Punkte): Die meisten Tore erzielt, am zweitwenigsten Gegentreffer erhalten, eine Heimmacht - der HCD ist weiterhin ein Spitzenteam. Coach Del Curto gelingt es Jahr für Jahr, Talente zu Leistungsträgern zu machen (heuer Simion, Corvi). Dagegen neigt sich die Karriere der Von-Arx-Brüder ihrem Ende entgegen.

ZSC Lions (0 Plätze/+1 Punkt): Shannon und Keller in Ehren: Die «Imports» prägen die Lions in der Offensive weniger als andere Klubs, 5 der 6 besten Skorer sind Schweizer. Der wohl beste Ausbildungsklub des Landes bringt zudem immer wieder Keeper-Talente hervor, die, unterstützt von der solidesten NLA-Defensive, sofort einschlagen (Boltshauser, Schlegel).

Genf-Servette (0 Plätze/-2 Punkte): Von einem Spenglercup-Sieger und dem wohl zweitstärksten Playoff-Teilnehmer im letzten Frühling würde man mehr erwarten. Doch der Aderlass auf die neue Saison hin war gross (Daugavins, Almond, Hollenstein, Stephan). Für die Playoffs sollte es dennoch reichen.

Lausanne (+1 Platz/-1 Punkt): Auf dem Papier sieht es für das Ehlers-Team noch akzeptabel aus, doch der Abwärtstrend ist unverkennbar (8 Niederlagen in Folge), die Aufstiegseuphorie endgültig verflogen. Die Ausländer sind nicht mehr so dominant wie letzte Saison.

Biel (+1 Platz/+2 Punkte): Die Seeländer sind mit Olausson, Arlbrandt und Umicevic recht erfolgreich auf den «Schweden»-Zug aufgesprungen. Trotzdem hält sich das Schläpfer-Team wie gewohnt in der Strichregion auf. Zu oft liessen sich die Bieler im Startdrittel entscheidend distanzieren.

Lakers (0 Plätze/-3 Punkte): Wie schon letzte Saison wird der Tabellenletzte von der Schweden-Fraktion (Danielsson, Persson, Fransson, neu Johansson) halbwegs am Leben erhalten. Ein mittelfristig positiver Trend ist bei den St. Gallern aber nicht auszumachen.

Die Verlierer:

Kloten (-3 Plätze/-15 Punkte): Die Landung nach dem 0:4 verlorenen Playoff-Final war hart: 10 NLA-Spiele verlor die Hollenstein-Equipe saisonübergreifend, die Abgänge von Blum und DuBois taten weh. Seit der Rückkehr des letztjährigen Topskorers Mueller geht es aufwärts, obwohl der Amerikaner selbst nicht wirklich überzeugt.

Freiburg (-9 Plätze/-22 Punkte): Der tiefe Fall des letztjährigen Quali-2. hatte den bisher einzigen Trainerwechsel zur Folge: Kossmann wurde nach 11 Saisonspielen entlassen und durch Zenhäusern ersetzt, der einen guten Einstand hatte. Trotzdem: Vermeintliche Leistungsträger wie Keeper Conz, Kwiatkowski oder Monnet kommen noch immer nicht an frühere Leistungen heran.

Ambri (-7 Plätze/-22 Punkte): Letzte Saison führte ein Blitzstart die Leventiner in die Playoffs, nun ist die Ernüchterung da. Die Abgänge von Noreau und Park schmerzten. Drei Wochen nach Saisonstart verletzte sich Integrationsfigur Pestoni. Die schlechtesten Plus-Minus-Bilanzen haben ausgerechnet der Kanadier Giroux und Captain Duca. Eine erneute Playoff-Qualfikation scheint unwahrscheinlich.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 25.11.14, 23:15 Uhr

7 Kommentare

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  • Kommentar von E.Wagner, Zug
    2 Spiele pro Woche würde genügen für den interessierten Fan. Einmal eins zu Hause und eins Auswärts Oder übertragt endlich eines pro Woche am Fernsehe so wie es im Fussball möglich ist. Und nicht erst im Play off. Warum immer nur Fussball?
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    1. Antwort von Hockeyfan, Winterthur
      Jaa!! Bitte SRF erhöhrt unsere Forderung! Wir versprechen auch dass wir brav einschalten werden! Eishockey ist viel spektakulärer als Fussball, Formel 1 und Ski fahren!
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    2. Antwort von Fabian Peter, Zürich
      Ja bitte bringt endlich auch während der Quali live Hockey!!!!!
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    3. Antwort von Robert Meier, Zürich
      Ja, unbedingt! Eishockey hat sich inzwischen zum schweizer Nationalsport gemausert. Die Popularität ist so gross wie nie zuvor!
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  • Kommentar von Aloisius Hundsleber, Oberburg
    Es ist noch nicht einmal Winter und in einer Wintersportart ist bereits die Hälfte der Qualifikation vorbei. Das ist einfach hirnrissig! Die Ligaspiel würden sinnvollerweise besser erst im Oktober beginnen, wie dies in der NHL üblich ist. Es müssen meiner Meinung nach auch nicht so viele Qualifikationsspiele ausgetragen werden, denn das interessante sind ja die Playoffs. So würden der Cup und die Champions-League an Bedeutung gewinnen.
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    1. Antwort von Oliver Walther, Bern
      Nein, das ist meiner Meinung nicht hirnrissig. Jede Saison wird der Meister im Mai gekrönt, was ich gut finde, denn Juni/Juli wäre dann doch gerade sehr spät. Ausser man drängt das ganze Programm zusammen wie in der NHL, was dann aber mehr Verletzungen erzeugt, da in der Schweiz sehr läuferisch betontes Spiel gespielt wird. Schon jetzt klagen manche Vereine über 5-6 oder noch mehr Verletzte, was meiner Meinung nach mehr als genug ist.
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    2. Antwort von Hans Dampf, Zürich
      Hier geht es doch nur um Geldmacherei nach US-Vorbild. Jeder Tag DAS Spitzenspiel, egal ob Fussball (Superleague und Champions League), Eishockey, Drachenfliegen oder Sesselfurzen. Hauptsache, der Rubel rollt und die Zuschauer bezahlen 50 Franken für müdes Gekicke oder schalten ein, wenn U. Forte eine neue Ausrede findet, wieso YB wieder verloren hat.
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