Seger: «Lasse alles auf mich zukommen»

ZSC-Captain Mathias Seger geniesst über die Zürcher Grenzen hinweg einen guten Ruf. Im Gespräch bei «Focus» sprach der 37-Jährige über die Zeit nach seinem Rücktritt, sein Elternhaus, seinen «Entdecker» Arno Del Curto und vieles mehr.

Mathias Seger hat in seiner Karriere schon viele Meilensteine erreicht: Über 300 Spiele mit dem Nationalteam, über 1000 in der NLA, WM-Silber mit der Nati und 5 Meistertitel mit dem ZSC. Aber der 37-jährige Lions-Captain hat noch lange nicht genug. «Ich habe nach wie vor extrem Freude an dem, was ich mache», so der Verteidiger.

Keine Gedanken ans Aufhören

Mit der Zeit nach seinem Rücktritt möchte sich der Familienvater noch nicht befassen. Dies sei auch ein Selbstschutz, gesteht er. Er könne sich sehr viele Dinge vorstellen und müsse nach der Eishockey-Karriere nicht unbedingt einen «Topjob» haben. «Ich lasse es auf mich zukommen und hoffe, dass es gut kommt», so Seger in seiner gewohnt unaufgeregten Art.

Wichtig für seinen Werdegang war gemäss Seger die Erziehung. «Meine Sozialkompetenz und meine Grundphilosophie kommen aus meinem Elternhaus», so der Rekordnationalspieler. Er habe viel mitgenommen.

Gute Erinnerungen an Del Curto

Eine Person, von der er ebenfalls viel profitiert hat, ist Arno Del Curto. Der heutige HCD-Trainer bot Seger erstmals für die U20-Nationalmannschaft auf und wurde damit zu einem Förderer. «Es war eine unglaubliche Erfahrung mit ihm. Wir hatten auch eine sehr lustige Zeit», blickt Seger zurück. Mittlerweile ist er selber längst zum Vorbild geworden.

Sendebezug: Radio SRF 3, Focus, 2.3.15, 20:00 Uhr