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Swiss League Geteilte Meinungen zur NLB-Aufstockung

Die Aufnahme von zwei neuen Farmteams für die nächste Saison sorgt in der NLB für wenig Freude. Die Traditionsklubs fühlen sich übergangen, doch der Verband weist die Vorwürfe zurück.

Legende: Video Neue Farmteams sorgen für heisse Köpfe abspielen. Laufzeit 07:16 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 16.02.2016.

In der NLB hängt unmittelbar vor dem Start zu den Playoffs der Haussegen schief. Der Grund: Die Liga wird in der kommenden Saison um zwei weitere Ausbildungsteams aufgestockt. Mit den HCB Ticino Rockets und der EVZ Academy werden 2016/2017 neu 12 Teams in der zweithöchsten Schweizer Liga spielen.

Wir haben gewisse Ängste und Sorgen.
Autor: Peter RötheliGeschäftsführer EHC Olten

Die Aufstockung passt arrivierten NLB-Teams wie Olten oder Visp nicht. Die Ausbildungsteams seien sportlich nicht konkurrenzfähig und würden auch nicht für Stimmung oder zusätzliche Einnahmen sorgen, so der Tenor.

Der Beweis: Die aktuellen Farmteams in der NLB, die GCK Lions (Ausbildungsteam der ZSC Lions) und Aufsteiger EHC Winterthur (gehört zur Organisation der Kloten Flyers), beendeten die Saison abgeschlagen auf den Rängen 9 und 10. Ein Kampf um die Playoff-Plätze fand in der NLB nie statt, die Stimmung in den Partien gegen die beiden Teams war meistens eher mau.

Die Farmteams bringen in der NLB nicht viel Stimmung in die Stadien.
Legende: Ein einsamer Fan der GCK Lions Die Farmteams bringen in der NLB nicht viel Stimmung in die Stadien. SRF

Klubs fühlen sich übergangen

«Wir haben gewisse Sorgen und Ängste, in welche Richtung sich die NLB entwickelt», sagt Oltens Geschäftsführer Peter Rötheli. Sein Visper Kollege Sebastien Pico ergänzt: «Wir sind nicht bereit, ein starkes Produkt so zu verändern, wie es zurzeit passiert». Besonders stossend sei zudem, dass die NLB-Klubs kein Mitspracherecht bei der Aufnahme von neuen Teams hätten, sagt Rötheli weiter.

Beim Schweizer Verband SIHF, der die Aufnahme der Farmteams aus Zug und dem Tessin durchgewunken hat, ärgert man sich über die Einwände. Bei der letzten Ligaversammlung sei klar gesagt worden, dass die Lizenzkommission das letzte Wort habe, sagt Ueli Schwarz, der Leiter der Kommission.

Die Einwände finde ich recht eigenartig.
Autor: Ueli SchwarzLeiter Lizenzkommission

Störend sei auch, dass nun genau jene Klubs die Aufstockung kritisierten, die vor Jahren zum Handeln aufgefordert hatten, als die NLB nur noch aus 8 oder 9 Teams zu bestehen drohte. «Das finde ich recht eigenartig», so Schwarz.

Die Meinungen sind somit geteilt, doch die neuen Nachwuchsteams werden kommende Saison aller Voraussicht nach in der NLB spielen. Ein Kampf um die Playoff-Plätze wird jedoch erneut kaum stattfinden.

Sendebezug: SRF zwei, sportlounge, 15.02.16, 22:25 Uhr

15 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Allenspach, Sevelen
    Wieso nicht die NLB in eine West + Ost Gruppe mit je 12 Teams. Eine geografische Regionalisierung würde mehr "Derbys" kürzere Wege bedeuten. Der Modus würde folgendermassen aussehen. Man spielt in der jeweiligen Gruppe eine Qualifikation mit 2 Heimspiele + 2 Auswärtsspiele. Die Teams von Platz 1 - 8 spielen dann Playoff nach der bekannten Formel. Die Playoff spielt man innerhalb der jeweiligen Gruppe. Die Playoffsieger der jeweiligen Gruppen spielen dann gegeneinander um den NLB - Meistertitel.
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  • Kommentar von Andy Wolfisberg, Rapperswil
    Fast alle NLA Vereine waren schon im B. Sie fürchten sich davor. Jungen eine Chance geben ist auch im A möglich - warum macht der EVZ das nicht und will seine Jungen auf Kosten der "Kleinen im B" ausbilden. Hr. Schwarz geben Sie den 4 Top B Klubs die Chance das Playout mit den 4 NLA Klubs zu spielen. Das stärkt das Niveau in der NLB, spart Kosten für die Playoutteilnehmer NLA (nur 2 Ausländer), bringt Spannung, zeigt Charakter - oder haben die A-Clubs tatsächlich Angst vor den kleinen B-Clubs?
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    1. Antwort von Jan, Gretzenbach
      Finde ich eine super Idee!!! Wird wohl leider eine Idee bleiben! Zudem sollte man allen NL Klubs gleich viele Stimmen an der Nationalliga Versammlung geben. Auch da heute leider Zweiklassengesellschaft!
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  • Kommentar von dani müller, zürich
    Ich würde ein System wie beim Fussball bevorzugen. So könnten sich Farmteams in den Ligen 2. bis NLB bewegen (alternativ 1. Liga). Sie müssten sich aber sportlich für einen Aufstieg qualifizieren. - Eine Aufstockung der NLA wäre sinnlos, da das Gefälle zwischen Platz 10 und 11 bereits ausgereitzt ist.
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