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Dank 4 furiosen Minuten Schweiz schafft Überraschung gegen Finnland

Eine Szene, die man selten sieht im Eishockey: Timo Meier und Sven Andrighetto konnten zu zweit auf den völlig alleine gelassenen Goalie Harry Sätteri loslaufen.

Meier vorneweg und mit der Scheibe scheiterte dann zweimal am finnischen Schlussmann, doch die Szene zeigte deutlich: Finnland warf bereits (zu) viel nach vorne, war beinahe schon im Alles-oder-Nichts-Modus. Und das eine Viertelstunde vor Schluss.

Finnen eiskalt – aber zu selten

Beinahe hätte sich diese Nachlässigkeit der Schweizer noch gerächt. Zwei Minuten später erwischte nämlich Michael Fora Finnlands Superstar Sebastian Aho unglücklich mit dem Stock im Gesicht und kassierte dafür 2+2 Minuten. Kurz darauf hatte die finnische Passmaschinerie bereits zugeschlagen: Mikko Rantanen markierte im Slot den Anschlusstreffer zum 2:3.

Erst zu dieser komfortablen Führung aus Schweizer Sicht geführt hatten 235 magische Sekunden im Mitteldrittel:

  • 30. Minute: Nach einem Tänzchen von Kevin Fiala pariert Sätteri noch, gegen Enzo Corvis Abstauber ist er dann chancenlos.
  • 33. Minute: Joël Vermin tankt sich durch die gegnerische Verteidigung, verliert beinahe den Stock und erwischt Sätteri doch noch zwischen den Beinen.
  • 34. Minute: Simon Moser provoziert einen Abpraller bei Sätteri, Grégory Hofmann braust heran und verwandelt in die verwaiste Ecke, nur 36 Sekunden nach dem 2:1.
Legende: Video Nati vom 0:1 zum 3:1 abspielen. Laufzeit 1:00 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 17.05.2018.

Über weite Strecken war es eine wahre Freude gewesen, dem Schweizer Kombinationsspiel zuzuschauen. Der knappe Sieg ist verdient – auch, weil Finnland weit unter den Erwartungen geblieben ist.

Rückschlag nach wenigen Minuten

Auch ins 1. Drittel war die Schweiz überzeugend gestartet und zeigte 7 ansprechende, druckvolle Minuten. Mit einer Aktion wurden diese dann zerstört: Das Verteidiger-Duo Markus Nutivaara/Miika Koivisto nutzte ein kurzes Durcheinander in der Schweizer Abwehr zum 1:0-Führungstreffer. Anschliessend war die Schweiz bis zur 1. Pause inexistent.

Den Halbfinal gegen Kanada bestreitet die Truppe von Patrick Fischer dann am Samstagabend (ab 18:55 Uhr live auf SRF zwei).

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.05.18, 20:00 Uhr

44 Kommentare

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  • Kommentar von Frédéric-Marc Fluehmann (Frédéric-Marc Fluehmann)
    Für diese Emotionen kann man auch mal Danke sagen! Das Palmares ist voll. In der Neuzeit der Nati und im Ernstkampf haben wir jetzt alle grossen Nationen geschlagen. Olympia war kein Gradmesser. Da haben viele selbsternannte Experten bereits den Teufel an die Wand gemalt. Unsere Jungs sind technisch und läuferisch auf Weltklasseniveau. Wenn sie diese Stärke nutzen, haben alle grossen Nationen Mühe mit uns!
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  • Kommentar von Leo Nauber (leo999)
    Ich freue mich auch über den Erfolg der CH Mannschaft. Und wünsche ihr weiter Erfolg. Helden, wie sie genannt werden, sind die Spieler nicht. Sie sind hochqualifizierte Berufsleute, eben beruflich Eishockey Spieler und wegen ihrer hohen Qualifikation auch entsprechend sehr hoch bezahlt - auf jeden Fall die Spitzenspieler, die NHL Spieler. Es gibt tausende von viel weniger hoch bezahlten, ebenso qualifizierter und motivierter Berufsleute, die deshalb nicht als Helden bezeichnet werden.
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    1. Antwort von Alex Terrieur (Imfeld)
      ...sehr sachlich geschrieben Herr Leo Nauber! Sie sind befreit von der Obrigkeitshörigkeit, auch mit dem nötigen Respekt! Schaut Euch nur bereits die Ablehner da... auch ohne DIE haben wir Freude am aufbauenden Erfolg! P.S. Viele hätten VOR der WM, Trainer Fischer bereits ...entlassen! Unsere Kommentare hier werden sowie NIE was bewegen können... es ist wie es ist, nur Unterhaltung!
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Bravo Schweizer Nati, das war ein "grosses Spiel"! Aber am meisten greut es mich, dass Patrick Fischer es den "ewig schlauen Motzer und Nörgeler" gezeigt hat! Also "Giele witer si u nid lug lo"! Hopp Schwiiz!
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    1. Antwort von Franz Huber (Raffi)
      Interessant finde ich, dass die Schreiberlinge welche bei einer Niederlage oder unbefriedigenden Leistung der Mannschaft jeweils sagen der Trainer spiele ja nicht selber mit und trage deshalb eigentlich keine Verantwortung. Nach dem eher überraschenden Sieg gegen einen guten Gegner soll er es den Kritischen jetzt aber plötzlich gezeigt haben. Ja was nun Herr Heusser? Hat der Trainer Anteil und somit auch Verantwortung für das Abschneiden seines Teams oder nicht?
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    2. Antwort von jean-claude albert heusser (jeani)
      Ja Herr Huber, verantwortluch für "ihre Leistung sind alleine der Spieler" der Trainer kann Anregungen und Feuer vermitteln und ich habe "nie den Trainer Fischer in Frage gestellt" wie das etliche taten!
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    3. Antwort von Franz Huber (Raffi)
      Also dann hat jetzt Fischer auch keinen Anteil am Erfolg. Sie schreiben es ja selber. Der Trainer gibt Anregungen, sprich er wählt die Spieler fürs Turnier aus, macht die Aufstellung und bestimmt die Taktik für und im Hockey auch während des Spiel. Er muss aus den verschiedenen Spielern ein Team formen, dass dann wenn er es geschafft hat, auch als solches Auftritt und für einander kämpft. Somit hat der Trainer/Chef doch einen grossen Anteil am Abschneiden seines Teams. Bei Erfolg und Misserfolg.
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