Jubel beim Gastgeber - Enttäuschende Topnationen

Mit Schweden hat bei der WM in Stockholm und Helsinki einer der Favoriten den Titel geholt. Während die siegreichen Gastgeber den Heim-Fluch besiegen konnten, enttäuschten vor allem die Topnationen Russland und Kanada.

Vor 27 Jahren hatte letztmals der Gastgeber den WM-Titel gewonnen. 1986 holten sich die Sowjetunion in Moskau die Goldmedaille. Am Sonntagabend hat nun Schweden mit dem 5:1-Finalsieg gegen die Schweiz diesen Bann gebrochen. «Tre Kronor» hielten dem Druck stand und verdienten sich den Triumph dadurch, dass sie sich während des Turniers kontinuierlich steigern konnten.

Ein bitteres Ende nahm die WM für Co-Gastgeber Finnland. Wie bereits 2012 in Helsinki resultierte der undankbare 4. Platz.

Russland von den USA gedemütigt

Die grösste Enttäuschung der WM war aber Russland. Die «Sbornaja», die als Titelverteidiger angetreten war, liess sich bei der 3:8-Niederlage im Viertelfinal gegen die USA regelrecht vorführen und verpasste erstmals seit 2006 den Einzug in die Halbfinals.

Kanada seit 2009 ohne Medaille

Ebenfalls unter den Erwartungen blieb Kanada. Nach einer überzeugenden Vorrunde und einem souveränen 3:0-Sieg gegen Schweden hatten die Nordamerikaner im Viertelfinal gegen den mit den Sedin-Zwillingen Henrik und Daniel verstärkten späteren Weltmeister im Penaltyschiessen das Glück nicht auf ihrer Seite. Damit warten die Kanadier seit Platz 2 bei der WM 2009 in der Schweiz auf eine Medaille.

Tschechien und Slowakei  nie auf Touren

Mehr erhofft hatten sich die Tschechen und die Slowaken, die während des ganzen Turniers nie richtig auf Touren kamen und sich den Einzug in die Viertelfinals in ihren Gruppen hart erkämpfen mussten. Tschechien scheiterte in der Folge an den entfesselten Schweizern, die Slowakei, im Vorjahr erst im Final von Russland gestoppt, unterlag Finnland mit 3:4.