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WM Kanada dreht Spiel im 3. Drittel – Schweden siegt souverän

Weltmeister Kanada hat noch immer die Chance zum WM-Hattrick. Im Halbfinal gegen Russland reichen 20 starke Minuten zum Sieg. Im Final kommt es zum Duell mit Schweiz-Bezwinger Schweden.

  • Im letzten Drittel wendet Kanada das Blatt gegen Russland und siegt am Ende 4:2
  • Im Final treffen die Kanadier auf die Schweden, die Finnland mit 4:1 bezwingen
  • Kanada strebt nach den Titeln 2015 und 2016 den Hattrick an

Im 1. Halbfinal genügten Olympiasieger Kanada gegen Russland 17 Sekunden, um im 3. Drittel die Wende einzuleiten. Im Powerplay lenkte Mark Scheifele den Puck an Andrei Wasilevski vorbei ins Netz und verkürzte auf 1:2.

Damit war der Sturmlauf der Nordamerikaner eingeläutet – auch begünstigt durch insgesamt drei kleine Strafen Russlands alleine im Schlussdrittel. In der 56. Minute war es so weit: Nathan MacKinnon setzte sich im Slot durch und traf zum 2:2-Ausgleich.

Russland muss sich an der eigenen Nase nehmen

Doch damit hatte Kanada noch nicht genug: 182 Sekunden vor Schluss skorte auch Ryan O'Reilly mit seinem x-ten Abschluss und drehte die Partie. Sean Couturier erzielte danach noch den Treffer zum 4:2 ins leere Tor.

Russland zahlte so einen hohen Preis dafür, zu früh vom Gas gegangen zu sein. Nach dem Doppelschlag kurz nach Spielmitte durch Jewgeni Kusnetsow und Nikita Gusew zum 2:0 wähnte sich die «Sbornaja» auf der Siegerstrasse. Bei beiden Toren hatten die Russen von Wechselfehlern Kanadas profitiert.

Legende: Video Schwedens Stralman packt den Monstercheck aus abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus sportlive vom 20.05.2017.

Reprise der WM-Finals 2003 und 2004

Im Final kommt Schweden die Aufgabe zuteil, den WM-Hattrick der Kanadier zu verhindern. Der Viertelfinal-Bezwinger der Schweizer Nati schlug im 2. Halbfinal Finnland auch dank zwei Powerplay-Toren mit 4:1.

Auf die frühe Führung von Alexander Edler (2.) antwortete Joonas Kemppainen nur drei Minuten später zwar noch; auf die Treffer John Klingbergs (25.) und William Nylanders (35.) jeweils in Überzahl blieb Finnland eine Reaktion schuldig. Joakim Nordström nach 54 Minuten sorgte für die endgültige Entscheidung.

Am Sonntag kommt es damit zur Reprise der WM-Finals von 2003 und 2004. Damals setzte sich zweimal Kanada durch.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 20.05.17, 15:05 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von F M (enChue3)
    Kanada als Weltmeister gäbe uns Schweizern immerhin eine Befriedigung: wir hätten den Weltmeister nach 0:2 besiegt und sowieso das einzige Team mit dem Erfolg gegen Kanada
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    1. Antwort von Jens Mueller (Jens Mueller)
      Es war in der Gruppenphase und da kann die Schweiz Kanada schlagen aber sobald es ernst wird leider auch nicht mehr.
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  • Kommentar von Jens Mueller (Jens Mueller)
    Dass die Finnen die Schweden nicht schlagen war ja irgendwie klar. Gegen die US Boys hatten die Finnen ja nur Glück. Die Amis hatten das jüngste Team der WM und die wussten nicht wie man die Energie über die Spiele verteilt und somit hatten sie die ganze Energie bereits in der Gruppe verschwendet und waren dann einfach zu müde.
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    1. Antwort von Vincent Böhm (V.Böhm)
      Ich kenne den Grund für das Scheitern der Amis nicht. Aber die Energie wird es wohl kaum gewesen sein. Erstens stecken junge Spieler Strapazen besser weg als alte. Zweitens sind das Profis. Die spielen im Jahr über 80 Partien auf höchstem Niveau. Die wissen wie man sich die Kräfte einteilt und falls sie es selber nicht wissen gibt es da noch einen professionellen Stuff der es bestimmt weiss. Zu müde waren sie sicher nicht.
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    2. Antwort von Jens Mueller (Jens Mueller)
      Die hatten alle sehr viele Spiele auf dem Buckel. Einige waren auch noch an der Junioren Weltmeisterschaft. Die hatten gegen die Russen sehr viel Energie verschwendet. Die hatte ja die Russen zu einem Grossteil dominiert und das braucht viel Energie. Vor allem die Spielweise der Amis braucht Energie. das ist Speed hockey wenn man so will. In den teams in der NHL hatten die alle eine andere rolle und wird weniger auf Speed gelegt. Somit bei den amis hat die Erfahrung gefehlt. Ganz einfach.
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  • Kommentar von Fabio Trimarchi (Ad Infinitum)
    Mir hat das Spiel der Kanacks wieder mal nicht gefallen, da wurde mit aller Härte rumgehackt. Diesen Mitteln behilft man sich eigentlich nur wenn man spielerisch unterlegen ist. Besonders dieser Simmonds ist negativ aufgefallen, unfaires Spiel and ständig am provozieren war der, what a jerk!
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    1. Antwort von Jens Mueller (Jens Mueller)
      Da haben sie recht. Genau deswegen unterstütze ich schon seit Jahren die US Boys. Die mögen zwar weniger erfolgreich sein aber dafür spielen sie oft fair und schön anzuschauen. Und das Spiel der Kanadier hat mir noch nie wirklich gefallen.
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    2. Antwort von Fabio Trimarchi (Ad Infinitum)
      Ja die USA hat insgesamt auch überzeugt, sie spielen im Vergleich zu Kanada auch weniger aggressiv, da steckt viel Talent drin, irgendwann werden sie sich bestimmt auch den Titel holen. Ich denke bei den Kanadiern steckt auch immer etwas Hochmut im Spiel, man merkt richtig ihren Trotz und Groll wenn es ihnen mal nicht so läuft wie gewohnt, auf Biegen und Brechen spielen sie dann, Holzfäller-Eishockey. Ich hoffe Schweden kann mit ihrem vorbildlichen/fairen Spiel alles klar machen.
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