Rüfenacht nach Schlittschuh-Tritt: «Hätte ausbluten können»

Thomas Rüfenacht ist auf dem Eis kein Kind von Traurigkeit. An der WM in Paris musste der Stürmer gegen die Slowenen aber einstecken – und hatte dabei ein Riesenglück.

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Milde Strafe nach brutalem Schlittschuhtritt

0:45 min, vom 8.5.2017

Kaum jemand nahm von der Szene während der Partie gegen Slowenien Notiz. Erst nachdem die IIHF die Sperre ausgesprochen hatte, tauchten die ersten Bilder auf.

Darauf ist zu sehen, wie Ziga Jeglic beim Überqueren der Bande versucht, Rüfenacht mit einer bewussten Kickbewegung am Hals zu treffen.

Knapp am Unglück vorbei

Rüfenacht selber ist auch 2 Tage nach dem Vorfall noch gezeichnet. Nicht körperlich, aber mental: «Ich kann nur von Glück sprechen, dass es nicht anders gekommen ist. Ich hätte auch ausbluten können», so der SCB-Stürmer nach dem Montagstraining.

In der Szene selber habe er nicht bemerkt, wie knapp er an einem Unglück vorbeigeschrammt sei. «Ich habe gedacht, dass es ein Spieler von der Bank sei, der mich mit der Faust schlägt. Als ich die Video-Szene am nächsten Tag gesehen habe, war ich sehr überrascht.» Hätte er den Kick bemerkt, «hätte ich anders reagiert».

Milde Strafe für den Täter

Glücklicherweise für Rüfenacht ging die Szene glimpflich aus. Doch auch der Täter kann von Glück reden: Er wurde lediglich für 2 Spiele gesperrt und kann schon am Mittwoch gegen Finnland wieder auflaufen. Für Rüfenacht ein Hohn: «Das habe ich im Eishockey noch nie gesehen. Die 2 Spielsperren sind für mich deshalb schon ein wenig seltsam.»

Der Vorfall beschäftigte am Montag auch die Funktionäre. Man habe die Sanktion «erstaunt» zur Kenntnis genommen, sagte Raeto Raffainer, der Direktor der Nationalmannschaften. Für den weiteren Verlauf der WM sei es aus Schweizer Sicht nicht relevant, wie hoch die Sperre ausfalle. «Im Sinn des Eishockeys» überlege man sich aber in Ruhe weitere Schritte.

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Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 6.5.2017, 12:00 Uhr

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