Schweizer Nati nicht zu bremsen

Die Schweizer Nati brilliert an der WM in Stockholm weiter. Das Team von Sean Simpson siegte gegen «WM-Angstgegner» Norwegen 3:1 und kam zum 6. Sieg im 6. Spiel.

Video «Norwegen - Schweiz: Die Tore («sportlive»)» abspielen

Norwegen - Schweiz: Die Tore («sportlive»)

2:33 min, vom 12.5.2013

Bei den letzten beiden WM-Aufeinandertreffen mit Norwegen in den Jahren 2010 und 2011 mussten die Schweizer jeweils als Verlierer vom Eis. Nicht so diesmal. Die Schweizer übten von Beginn an grossen Druck auf die Skandinavier aus und dominierten den letztjährigen WM-Viertelfinalisten.

Starkes Boxplay der Schweiz

Die Schweiz, bislang bestes Powerplay-Team an diesem Turnier, glänzte zudem auch in Unterzahl. Im Mitteldrittel überstanden die Eidgenossen drei Zweiminuten-Strafen nacheinander unbeschadet und im Startdrittel traf Roman Josi gar per Shorthander zum 2:0. Zuvor hatte Simon Moser die Schweiz in Führung gebracht.

Josi sorgte damit gleich für eine doppelte Premiere: Es war das erste Schweizer Tor an dieser WM in Unterzahl und der erste Treffer eines Verteidigers mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust überhaupt.

Mit Patrick von Gunten sollte dann kurz vor Ende des 2. Drittels ein weiterer Vertreter der Defensiv-Abteilung skoren. «Wir haben im Boxplay viel Selbstvertrauen tanken können», so der Klotener. Dem 3:0 Von Guntens - die Schweiz konnte für einmal in Überzahl agieren - war ein herrlicher Querpass von Andres Ambühl vorausgegangen.

Gerber nur einmal bezwungen

Insgesamt erhielten die Schweizer 8 Zweiminuten-Strafen aufgebrummt. Nur einmal fiel die Defensiv-Bastion der Eidgenossen in Unterzahl. Ole-Kristian Tollefsen bezwang Goalie Martin Gerber in der 45. Minute und verkürzte auf 1:3. Mehr gelang den Norwegern nicht.

Am Dienstag gegen Weissrussland

Mit dem 6. Sieg im 6. Spiel sind die Schweizer gleich erfolgreich wie 1939 und 1948 gestartet, als sie ebenfalls die ersten sechs WM-Partien gewonnen haben. Am Dienstag folgt nun das letzte Gruppenspiel für das Simpson-Team gegen Weissrussland. Holen die Schweizer gegen den nächstjährigen WM-Gastgeber mindestens 2 Punkte, ist ihnen der Gruppensieg sicher, egal wie Kanada am Montag gegen Slowenien spielt.