Schweizer Nati schlägt Schweden

Die Schweizer Nati ist hervorragend in die WM 2013 gestartet. Das Team von Sean Simpson schlug den favorisierten Gastgeber Schweden in Stockholm mit 3:2 und hat damit einen 1. Schritt Richtung Viertelfinals gemacht.

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Highlights Schweden-Schweiz

3:50 min, vom 3.5.2013

Die letzte Spielminute wurde zum wahren Drama: 34 Sekunden vor Schluss traf Ryan Gardner mit einem «Empty Netter» zum vermeintlich siegsichernden 3:1 für die Schweiz.

Doch nur 12 Sekunden später verkürzte Simon Hjalmarsson auf 2:3 und weckte bei den Schweden die letzten Kräfte. Und tatsächlich: Wenige Sekunden vor der 3. Sirene kamen die Gastgeber noch einmal zum Abschluss. Doch mit vereinten Defensivkräften hielten die Schweizer den Sieg fest.

Niederreiters Traumsolo

Matthias Bieber hatte das Simpson-Team in der 23. Minute in Führung gebracht. Der Schwede Petter Granberg lenkte dabei den Puck unglücklich ins eigene Tor ab. Nino Niederreiter erhöhte zu Spielhälfte nach einem herrlichen Solo auf 2:0. Der Nordamerika-Söldner ragte ebenso wie der starke Goalie Martin Gerber aus dem Schweizer Kollektiv heraus und wurde zum besten Akteur der Partie gewählt.

Drei Aluminium-Treffer

Die Schweden benötigten eine doppelte Überzahl, um kurz vor der 2. Pause durch Johan Fransson zum 1. Treffer zu kommen. Das Dreikronen-Team zeigte sich offensiv ineffizient, war allerdings auch nicht vom Glück begünstigt: Fransson und Andreas Jämtin scheiterten im Startdrittel am Pfosten. Auf der anderen Seite traf auch Severin Blindenbacher nur Aluminium.

Die Schweizer müssen sich den Vorwurf machen lassen, zu viele Strafen zugelassen zu haben und im Schlussabschnitt mehrere Konterchancen nicht genutzt zu haben. So zog Reto Suri in der 44. Minute alleine auf Jacob Markström los, brachte die Scheibe aber nicht am schwedischen Keeper vorbei. So mussten die Rot-Weissen bis zur letzten Sekunde zittern.

3 wichtige Punkte

Durch den geglückten Auftakt haben die Schweizer im Kampf um die Viertelfinal-Plätze gegenüber dem mutmasslich härtesten Konkurrenten Norwegen bereits vorgelegt.