Slowenien: Gefahrenherd auch ohne den Superstar

Slowenien ist in den letzten Jahren im Welt-Eishockey die Liftmannschaft schlechthin gewesen. Dass der 4. Schweizer WM-Gruppengegner (Mittwoch, 16:15 Uhr) aber überhaupt eine konkurrenzfähige Nationalauswahl stellt, ist eigentlich schon ein kleines Wunder.

Coach Matjaz Kopitar erklärt seinen Spielern die Taktik.

Bildlegende: So wird's gemacht Coach Matjaz Kopitar erklärt seinen Spielern die Taktik. Reuters

Weniger als 200 lizenzierte Eishockeyspieler gibt es in Slowenien. Das Land verfügt nur über eine Profi-Klubmannschaft und 7 Eishallen. Und trotzdem messen sich die Slowenen, die seit 2001 fünfmal in die Top-Division aufgestiegen sind, an der A-WM mit Teams wie Kanada, Schweden oder eben der Schweiz. Und im Gegensatz zu beispielsweise Deutschland oder Weissrussland hat sich Slowenien vor 3 Monaten für Olympia 2014 in Sotschi qualifiziert.

Aussenseiter mit Gefahrenpotenzial

Zwar ist die Equipe von Trainer Matjaz Kopitar gegen die Schweiz klarer Aussenseiter. Die Slowenen haben in Stockholm jedoch bewiesen, dass sie einem das Leben schwer machen können. Auch wenn die Leichtigkeit aus dem Olympia-Quali-Turnier etwas abhanden gekommen ist. «Damals waren wir unbeschwert. Jetzt wollen wir es oft zu gut machen», sagt Verteidiger Mitja Robar.

Der Superstar fehlt

Klingende Namen sucht man im Kader vergebens. Der Star ist die Mannschaft, zumal der einzige wirkliche Star nicht dabei ist: Anze Kopitar, Sohn des Nationalcoachs, ist amtierender Stanley-Cup-Champion und hat für die L.A. Kings in 551 NHL-Spielen 502 Punkte erzielt. Auch das sind aussergewöhnliche Werte.

Video «Eishockey-WM: Slowenien - Dänemark» abspielen

Eishockey-WM: Slowenien - Dänemark

0:27 min, vom 8.5.2013