Notgroschen für Spieler des FC Biel

Erstmals seit über zwei Monaten haben einige Spieler des vom Konkurs bedrohten Challenge-League-Klubs Biel eine Art Lohn erhalten. Allerdings nicht vom Klub, sondern von möglichen Investoren, die derzeit mit Präsident Häfeli über eine Übernahme verhandeln.

Seit 2 ½ Monaten warten die Spieler des überschuldeten FC Biel auf ihren Lohn. Eine Gruppe möglicher Investoren hilft nun aus, wie deren Sprecher Dietmar Faes bestätigt. «Wir haben uns bereit erklärt, notleidenden Spielern 2000 Franken vorzuschiessen, damit sie sich zumindest etwas Warmes zu essen kaufen können. In den dringendsten Fällen haben Spieler heute Geld erhalten.»

Die humanitäre Aktion ändert nichts an der Tatsache, dass die Lage beim Tabellen-8. kritisch ist. Die Verhandlungen zwischen dem aktuellen Präsidenten Carlo Häfeli und den Interessenten dauern an. Ziel sei eine nachhaltige Lösung, sagt Faes. «Es bringt nichts, bis Mai weiterzuwursteln und im Juni ist dann doch fertig.» Gleichzeitig strebe man eine «zeitnahe Entscheidung» an.

Letzter Tango in der Tissot-Arena?

In Berner Medien wird der kommende Dienstag als Schlüsseltag genannt, wenn ein Betreibungsverfahren gegen den Klub abgeschlossen werden soll. Ist deshalb vorstellbar, dass das Heimspiel vom Sonntag gegen Schaffhausen der letzte Auftritt der Seeländer in der Challenge League ist? «Vorstellbar ist alles, aber wir hoffen es nicht», sagt Faes.

Sendebezug: Radio SRF 1, 7.3.16, 18:45-Uhr-Bulletin