5 Tore und 1 Hattrick in 7 Minuten

Es war ein Abend für die Geschichtsbücher. Beim 7:0-Kantersieg des ukrainischen Meisters Schachtar Donezk in der CL-Partie gegen BATE Borissow wurden gleich zahlreiche Rekorde aufgestellt - Hauptdarsteller war der Brasilianer Luiz Adriano.

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Die Gala-Vorstellung von Luiz Adriano

2:07 min, vom 21.10.2014

Mit seinen 5 Toren (28./37./40./44./82.) egalisierte Adriano den bisherigen CL-Rekord von Lionel Messi. Der Argentinier hatte 2012 im Achtelfinal-Rückspiel gegen Bayer Leverkusen (7:1) ebenfalls 5-mal eingenetzt.

«3 Tore in einem Spiel zu schiessen ist fantastisch, 5 Tore sind unglaublich», meinte der überglückliche Adriano nach der Partie gegen den weissrussischen Meister.

Rekord in der CL

In einem Punkt überflügelt Adriano den Barça-Star sogar. Denn was Messi damals im Camp Nou nicht gelang, machte der Brasilianer gestern perfekt: Er erzielte bereits 4 Treffer vor der Pause und stellte damit eine noch nie erreichte Bestmarke in der Königsklasse auf. Zudem gelang ihm damit ein lupenreiner Hattrick, der durch die zeitliche Abfolge innerhalb von nur 7 Minuten zusätzlich eine historische Leistung darstellt.

Bester Torschütze bei Donezk

Mit den Pflichtspieltoren 113 bis 117 überholte der Mann aus Porto Alegre weiter den ehemaligen ukrainischen Internationalen Andriy Vorobey (114 Tore) und löste diesen als erfolgreichsten Torschützen von Schachtar Donezk ab.

Dass der 7:0-Endstand in Borissow die Einstellung des höchsten Auswärtssieges in der CL bedeutete (Olympique Marseille siegte 2010 bei MSK Zilina ebenfalls 7:0), wurde bei Adrianos Gala-Vorstellung schon fast zur Randnotiz.

Späte Genugtuung

Dem 27-jährigen Edeltechniker dürften die gestrigen Rekorde eine gewisse Genugtuung verschafft haben, war er doch vor ziemlich genau zwei Jahren über Nacht zum Feindbild von Fussball-Europa geworden.

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Luiz Adrianos Verstoss gegen das Fair-Play

1:14 min, vom 20.11.2012

Beim Champions-League-Spiel gegen Nordsjaelland (5:2) hatte er nach einem Schiedsrichter-Ball ein Tor erzielt, obwohl alle Gegenspieler mit einem Rückpass gerechnet hatten. Den groben Verstoss gegen die Fair-Play-Regeln ahndete die UEFA daraufhin nachträglich mit einer Spielsperre.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 21.10.2014, 20:30 Uhr