Aleksandrov: «Basel braucht zwei gute Spiele»

Heute Abend (ab 20:30 Uhr auf SRF zwei und im Livestream) bestreitet der FC Basel in der Champions League das Playoff-Hinspiel gegen den bulgarischen Meister Ludogorets Rasgrad. Petar Aleksandrov analysiert die Ausgangslage.

Petar Aleksandrov.

Bildlegende: Petar Aleksandrov. Keystone

Petar Aleksandrov, wie stark ist Ludogorets Rasgrad?

Aleksandrov: Der FC Basel ist im Prinzip der klare Favorit, da er international mehr Erfahrung und die grössere individuelle Klasse besitzt als Ludogorets. Die Basler jedoch sind momentan nicht in Topform, sie spielen unter ihren Erwartungen, während Ludogorets zuletzt siebenmal in Folge gewinnen konnte. Basel muss zwei gute Spiele zeigen, um die Gruppenphase erreichen zu können.

Was ist die grösste Stärke des bulgarischen Meisters?

Die Mannschaft spielt seit zwei Jahren sehr konstant. Nach zwei Meisterschaften in Folge ist sie auch diesmal wieder erfolgreich in die Saison gestartet.

Es überrascht, dass Ludogorets derart eingespielt ist. Schliesslich stehen zahlreiche Ausländer und Neuverpflichtungen im Kader.

Es passt einfach im Team, die Harmonie stimmt. Allerdings gibt es in der Liga keinen Gegner mit der Qualität eines FC Basel. Die bulgarische Meisterschaft ist nicht so stark - und auch Partizan Belgrad, Gegner in der letzten Quali-Runde, ist nicht so stark wie Basel. Der FCB wird für das Team der grosse Gradmesser.

Was ist die grösste Schwäche dieser Mannschaft?

Sie ist sehr unerfahren. Zudem haben sie in der Abwehr mehr Probleme als im Spiel nach vorne.

Welches sind die wichtigsten Spieler im Kader?

Torhüter Vladislav Stoyanov, die Nummer 2 in der bulgarischen Nati, hat vor drei Jahren bereits gegen Basel gespielt (in den CL-Playoffs mit Tiraspol, d. Red.). Auch Ivan Stoyanov verfügt über Erfahrung im Ausland, er war beim Nachwuchs des VfB Stuttgart. Ein spannender Spieler ist Marcelinho, der massgeblichen Anteil an den beiden Meistertiteln hatte. Der Brasilianer spielt als hängende Spitze, er ist schnell, technisch stark und torgefährlich.

Was ist mit Michel Platini, dem Stürmer?

Er ist vor allem wegen seines Namens bekannt (lacht). Er ist ein Strafraumstürmer, grossgewachsen und technisch ebenfalls ziemlich stark. Allerdings ist er nicht der Schnellste und launisch.

Hierzulande weitgehend unbekannt ist auch der Trainer. Wer ist Stoicho Stoev?

Ich kenne Stoev aus unserer gemeinsamen Zeit bei der Nationalmannschaft. Er ist ein ruhiger und gelassener Typ. Leider war er bei seinen beiden bisherigen Klubs nicht so erfolgreich. Aber es ist typisch für Ludogorets, eher unbekannte Trainer zu engagieren. Stoev hat den Vorteil, dass er den Verein und die Stadt gut kennt, weil er dort aufgewachsen ist.

Für wen schlägt ihr Herz? Basel oder Ludogorets?

Inzwischen habe ich eine enge Bindung zur Schweiz. Ich kenne auch viele Spieler von Basel und bin auch oft vor Ort im Stadion. Ich hoffe, dass der FCB eine Runde weiterkommt, so muss ich nicht weit reisen, wenn ich Champions League schauen will (lacht).

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Petar Aleksandrov über FCB-Gegner Ludogorets («sportaktuell»)

1:11 min, vom 20.8.2013

Zur Person

Zur Person

Petar Aleksandrov ist ein Kenner des bulgarischen und schweizerischen Fussball. Der treffsichere Stürmer war Teil von Bulgariens «goldener Generation», die an der WM 1994 bis in den Halbfinal vorgestossen war. In der Schweiz holte sich Aleksandrov zweimal den Titel des Torschützenkönigs (Xamax 1995, Luzern 1996).

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Das Playoff-Hinspiel zwischen dem FC Basel und Ludogorets Rasgrad sehen Sie am Mittwoch ab 20:00 Uhr auf SRF zwei und im Livestream. Petar Aleksandrov ist zusammen mit Gilbert Gress als Experte zu Gast im Studio.