Basler Glücksgefühle und Stolz an der Anfield Road

Die Protagonisten des FC Basel haben sich nach der zweiten Qualifikation für die Champions-League-Achtelfinals euphorisch gezeigt. Captain Marco Streller lobte nach dem 1:1 in Liverpool vor allem die Siegermentalität seines Teams.

Vor einem Jahr hätte Basel die Achtelfinals mit einem Unentschieden im letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Schalke erreichen können. Doch damals musste der FCB in Gelsenkirchen als Verlierer vom Platz. Nicht so in der Kampagne 2014/15: Rot-Blau verdiente sich die zweite Achtelfinal-Qualifikation der Klubgeschichte dank einem leidenschaftlichen Auftritt in Liverpool, der in einem 1:1 gipfelte.

Streller lobt die Einstellung

«Wir haben im Vorfeld immer versucht, den Ball flach zu halten. Aber wir waren überzeugt, dass wir hier bestehen können», so Marco Streller. Der FCB-Captain hob vor allem die Siegermentalität seiner Mannschaft hervor. Wenn man so viele Gewinnertypen in einem Team habe, verbreite sich eine gute Stimmung. «Ich bin 'mega' stolz auf diese Mannschaft», so der Stürmer.

Frei sucht nach Worten

Stolz und Glücksgefühle überwogen auch bei den weiteren Basler Protagonisten. Fabian Frei fand kaum Worte für die Leistung. «Es war wohl der ‚geilste‘ Abend seit langem», frohlockte der Torschütze zur zwischenzeitlichen Führung.

Sousa freut sich für den Klub

Trainer Paulo Sousa war selbstredend ebenfalls überglücklich. «Ich bin richtig stolz auf die Jungs. Sie arbeiteten hart von Beginn weg», lobte der Portugiese. Er finde nicht, dass Liverpool schlecht gespielt habe, so Sousa weiter. «Ich schaue lieber auf uns und glaube, dass wir vieles richtig gemacht haben.» Es sei toll, Geschichte «für den fantastischen Klub FC Basel» geschrieben zu haben.

Verlierer üben Selbstkritik

Auf Seiten Liverpools war die Ernüchterung gross, vor allem wegen der eigenen Leistung. «Wir sind sehr enttäuscht, waren aber insgesamt nicht gut genug, um in diesem Wettbewerb weiterzukommen», so Coach Brendan Rodgers selbstkritisch. «Der FCB ist offensichtlich das beste Team der Schweiz», musste er anerkennen. Dieser Aussage würde sicherlich keiner der FCB-Akteure widersprechen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 9.12.14, 20:00 Uhr