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Champions League Die Basler Probleme mit den Iberern und der Vorteil «Joggeli»

Mit der 0:4-Niederlage in den Achtelfinals der Champions League gegen Porto wurden dem FC Basel nach einer insgesamt starken Kampagne die Grenzen aufgezeigt. 5 bemerkenswerte Erkenntnisse aus der von Höhen und Tiefen geprägten CL-Saison der Basler.

Marco Streller bejubelt seinen Treffer gegen Liverpool.
Legende: Höhepunkt Beim 1:0-Heimsieg gegen Liverpool zeigte der FCB einmal mehr, dass ihm englische Gegner liegen. Keystone

1. Gegen Top-Mannschaften muss alles passen

Im Achtelfinal gegen den FC Porto wurden dem FCB die Grenzen deutlich aufgezeigt. Einmal mehr kann man sagen, dass für einen Coup gegen ein europäisches Spitzenteam alles passen muss. Die Portugiesen zeigten eine spielerisch hervorragende Leistung. FCB-Captain Marco Streller zählt Porto gar zu den Mitfavoriten auf den Titel in der «Königsklasse». Befindet sich der Gegner aber in einer weniger bestechenden Form, so liegt für die Basler einiges drin, wie der Vergleich mit Liverpool zeigte.

Legende: Video «Frei trifft an der Anfield Road» abspielen. Laufzeit 0:58 Minuten.
Vom 09.12.2014.

2. Am liebsten gegen Engländer

Den Grundstein für die Achtelfinal-Quali legte das Team von Paulo Sousa in den Gruppenspielen gegen den Premier-League-Vertreter. Mit dem verdienten 1:0-Heimsieg im «Joggeli» und dem dramatischen 1:1 an der Anfield Road zeigten die Basler einmal mehr, dass ihnen englische Teams einfach liegen. Vor 12 Jahren überstand der FCB dank dem legendären 3:3-Unentschieden gegen die «Reds» als erste Schweizer Equipe überhaupt die Gruppenphase der «Königsklasse». 2011 schalteten die Basler Vorjahresfinalist Manchester United aus, in der Europa League 2013 eliminierte man Tottenham Hotspur.

Legende: Video «Porto mit 4 Traumtoren gegen Basel» abspielen. Laufzeit 4:55 Minuten.
Vom 10.03.2015.

3. Gegen Iberer wirds schwierig

Manch einer hatte sich gefreut, als er vom Achtelfinal-Gegner FC Porto erfuhr. Die Portugiesen galten als schlagbar und eher mittelgrosses Kaliber. Nun muss einmal mehr bilanziert werden, dass der FCB mit Teams von der iberischen Halbinsel Mühe bekundet. In 30 Vergleichen mit Mannschaften aus Spanien und Portugal holten die Basler lediglich 4 Siege heraus. In 18 Partien ging man als Verlierer vom Platz.

4. Starkes Basler Kollektiv

Sousa konnte sich in der diesjährigen Kampagne auf eine breit aufgestellte Mannschaft verlassen. Es ist schwierig, einen Basler Spieler zu nennen, der die anderen überragte. Stürmer Derlis Gonzalez überzeugte als 3-facher Torschütze, aber auch 6 weitere Basler netzten einmal ein. Tomas Vaclik zeichnete sich insbesondere auswärts gegen Liverpool als starker Rückhalt aus. Streller führte die Mannschaft souverän und sorgte immer wieder für Unruhe in den gegnerischen Strafräumen. Doch der Star beim diesjährigen FCB ist zweifelsohne die Mannschaft.

Legende: Video «Der FCB demontiert Rasgrad im «Joggeli»» abspielen. Laufzeit 4:44 Minuten.
Vom 04.11.2014.

5. Im «Joggeli» läufts am besten

Die Sternstunden hatte der FCB wie so oft vor heimischer Kulisse. Der Überraschungs-Coup gegen Liverpool, der 4:0-Kantersieg gegen Rasgrad und das achtbare 0:1 gegen Real Madrid gelangen den Baslern im St. Jakob-Park. Auswärts setzte es hingegen die unglückliche Niederlage in Bulgarien ab. Im Bernabeu sowie im Estadio do Dragao ging der FCB unter. Die Ambiance im «Joggeli» scheint die Basler immer wieder aufs Neue zu Höchstleistungen anzutreiben.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.3.2015, 20:00 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Kommentarbaron, Zürich
    Doch ein Unterschied Basel braucht sich wirklich nicht zu schämen, doch fehlte in wichtigen Momenten die indivuelle Klasse - in der Defensive sowohl als auch in der Offensive. Es würde gut tun für Basel, wenn sie einen teueren und namhaften Spieler holen, der sofort helfen kann.
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    1. Antwort von D. Unedan, Münchenstein
      Noch selten kam es in der Schweiz gut grosse "Namen" einzukaufen. Das weiss der FC Basel selbstverständlich. Das Geld für grosse Namen muss auch laufend wieder reinkommen. Wenn man beginnt Spieler zu verkaufen, um Löhne bezahlen zu können, hat man von Anfang an etwas falsch gemacht!
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  • Kommentar von Hans Kläger, Basel
    Es soll mir, egal wers isch, saage in wellem Match es 4 so Traumgoal gee het? Sie sinn besser gsi, jaewoll, ohni wenn und aber. Trotzdaemm wird sich dass bi Porto au nit grad so schnaell wiederhole, wells au e bitzeli Schwein brucht drzue. Au e Bayern, Chelsea oder Juve haett geschter alt ussgseh mit deene Kischte! Bravo FC BASEL E suuberi Sach gsi in deere Saison!
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  • Kommentar von Markus Schaub, Bern
    Auch als FCB-Fan muss ich anerkennen und kann ich mich der Meinung von Marco Streller anschliessen, dass Porto einfach beide Spiele viel besser war. Tolle und schöne Tore haben sie gestern erzielt. Die FCB-Spieler können lernen wie man solch schöne Freistossgoals erzielt und sich so stark zu verbessern versuchen, bis sie auch auf diesem Niveau spielen. Dann hat sich diese Klatsche gelohnt. Manchmal braucht es das, um sich weiterentwickeln zu können. Marco Streller hat ein Abschiedspiel verdient.
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