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Champions League «Schwarzgelbe» Schicksalswoche: Erst Tottenham, dann Schalke

Nach zuletzt schwachen Auftritten braucht der BVB in der Champions League gegen Tottenham dringend Punkte. Trainer Peter Bosz ist angezählt, Experte Lothar Matthäus stellt eine überraschende Forderung.

Fussballtraining
Legende: Verlieren verboten Peter Bosz steht in der Dortmunder «Schicksalswoche» im Fokus. Keystone

Ausgerechnet an seinem 54. Geburtstag am Dienstag droht Peter Bosz ein weiterer Schritt Richtung Freistellung. Dann nämlich gastiert Tottenham im Ruhrpott. Mit einer weiteren Niederlage droht Dortmund, das Minimalziel Europa League zu verpassen.

Und so beginnt für Bosz ausgerechnet an seinem Ehrentag eine Art «Schicksalswoche». In dieser sieht er sich an allen Fronten mit Problemen konfrontiert:

  • Baisse: Lag der BVB nach 7 Spieltagen mit 19 Punkten an der Tabellenspitze der Bundesliga, ist der aktuelle Leistungsausweis miserabel: 5 Spiele, 1 Punkt. In der Champions League musste man sich gegen APOEL Nikosia mit 2 Remis zufriedengeben.
  • Nebenschauplätze: Pierre-Emerick Aubameyang wurde gegen Stuttgart «aus disziplinarischen Gründen» gesperrt. Abwehrchef Sokratis fehlt gegen die Spurs verletzt. Auch Christian Pulisic dürfte die Partie verpassen. Keeper Roman Bürki steht nach diversen Patzern unter Druck.
  • Woche der Wahrheit: Nur 4 Tage nach der Partie in der «Königsklasse» ist der Gegner «Königsblau». Eine Derbyniederlage gegen den Erzrivalen Schalke, als Tabellenzweiter in Hochform, dürfte die BVB-Fans endgültig gegen Bosz aufwiegeln.

Tabelle Gruppe H nach 4 Spielen

Rang
Team
PunkteTorverhältnis
1.Tottenham1010:3
2.Real Madrid
78:5
3.Dortmund24:8
4.Apoel Nikosia22:8

Die winzige Achtelfinal-Chance

Rechnerisch könnte Dortmund den Aufstieg in die Achtelfinals noch schaffen. Doch dafür sind nicht nur 2 Siege für das Team aus dem Ruhrpott Pflicht (nach der Tottenham-Partie gastieren die Deutschen zum Abschluss bei Real Madrid). Gleichzeitig muss der BVB darauf hoffen, dass die Madrilenen nicht gegen Nikosia gewinnen. Ein äusserst gewagter Wunsch.

Wieso nicht ihren ehemaligen Erfolgs-Garanten zurückholen?
Autor: Lothar Matthäus

Wenngleich Bosz erst angezählt ist, sieht ihn Sky-Experte Lothar Matthäus bereits am Boden. Und spricht gar schon vom passenden Nachfolger: «Wieso nicht auch ihren ehemaligen Erfolgs-Garanten zurückholen, wie es die Bayern mal wieder vorgemacht haben?», schreibt der Rekord-Nationalspieler in seiner Kolumne. Und meint damit Ottmar Hitzfeld.

Matthäus' Kritik an Bürki

In seiner Kolumne für Sky äussert sich Lothar Matthäus auch zu Roman Bürki. Er stellt dem Schweizer Keeper kein gutes Zeugnis aus: «Bürki beschwert sich in Interviews über die Kritik an seinen Leistungen und macht weiter Fehler. Anstatt die Kritik von Menschen, die um einiges länger im Fussballgeschäft sind als er, anzunehmen, wehrt er sich.» Er könne sich hingegen «nicht erinnern, dass sich Bürki öffentlich für das Lob bedankt hat, dass er in starken Zeiten bekommen hat», so Matthäus weiter.
Legende: Video Dortmund enttäuscht auch im Rückspiel gegen APOEL abspielen. Laufzeit 4:29 Minuten.
Aus sportlive vom 01.11.2017.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 17.11.2017, 23:05 Uhr.

Sendehinweis

Die Partie Dortmund-Tottenham können Sie am Dienstag ab 20:10 Uhr auf SRF zwei und in der Sport App mitverfolgen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Matthias Marti (marty7)
    "Matthäus fordert", jesses Gott... Der Loddar hat nix zu fordern! Das war zugegebenermassen mal ein guter Spieler, der sich jetzt mit einem TV-Experten-Job über Wasser hält, weil ihn kein Klubpräsident mit noch etwas Menschenverstand mehr als Trainer engagieren will! Und "wieso nicht auch ihren ehemaligen Erfolgs-Garanten zurückholen, wie es die Bayern mal wieder vorgemacht haben"? WEIL es die Bayern sind, die es vorgemacht haben und weil Herr Hitzfeld def. nicht mehr Trainer sein WILL!
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  • Kommentar von Martin Meier (mameschnue)
    Um in der Schweiz Gelb/Schwarz-Fan zu sein, braucht man nicht (mehr) über die Grenze zu schielen: Hopp, YB!
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  • Kommentar von Friedrich Stowasser (H.B.)
    Herr Bosz ist schlichtweg der falsche Trainer für diesen Klub. Ideenlos und identitätslos. Der BVB war eine Kriegsmaschine, die es immer wieder geschafft hat die Abgänge zu kompensieren. Nach dem Abgang von Tuchel gings nur noch bergab. Schade. Wenn man das Ruder nicht bald rumreisst wird man mittelfristig im Mittelmass verschwinden. Siehe Werder Bremen.
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