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Champions League Wie viel Rotation erträgt der FC Basel?

Basel-Coach Paulo Sousa hat seine Start-Elf zum Champions-League-Auftakt gegen Titelverteidiger Real Madrid einmal mehr kräftig durchgeschüttelt. Die 1:5-Niederlage wirft Fragen nach dem konsequenten Rotationsprinzip des Portugiesen auf.

Eine Niederlage bei Real Madrid liefert normalerweise keinen Anlass zur Diskussion. Nicht einmal ein 1:5, Basels fünfthöchste Niederlage in der Champions League. Eine zentrale Frage bleibt dennoch im Raum stehen: Wie lange bleibt Coach Paulo Sousa seinem Rotationsprinzip noch treu?

Neuformierte Dreierkette gegen Real

In Basels Startaufstellung bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen. Sousa setzt auf sein Rotationsprinzip und vertraute gegen die geballte Offensivkraft von Real Madrid auf eine Hintermannschaft mit 3 Innenverteidigern. Marek Suchy durfte erstmals seit Mitte August wieder von Anfang an ran, Altmeister Walter Samuel und der gegen die Grasshoppers «abgesägte» Fabian Schär ergänzten die Defensive.

Taulant Xhaka wurde nach seinem Abwehr-Abenteuer bei GC wieder ins Mittelfeld beordert, auf der anderen Aussenposition sollte Behrang Safari für Sicherheit sorgen. Eine Abwehr, die in dieser Saison so noch nie zusammengespielt hat. «Wir können nicht immer nur verteidigen, verteidigen, verteidigen», versuchte sich der Portugiese nach dem Spiel zu erklären.

Matias Delgado, Shkelzen Gashi und Giovanni Sio blieben draussen. Sousa wollte Real mit einer einer wenig eingespielten, offensiven Mannschaft Paroli bieten - der Plan ging nicht auf.

Legende: Video Interview mit Luca Zuffi abspielen. Laufzeit 1:18 Minuten.
Vom 17.09.2014.

«Die kann man nicht mehr bremsen»

Offensiv hatte Basel zwar einige gefällige Szenen zu verzeichnen, defensiv wurden dem Schweizer Meister die Grenzen aber schonungslos aufgezeigt. «Wir hatten einige unnötige Ballverluste. Und dann ging es sehr schnell, die Real-Spieler waren nicht mehr zu bremsen», analysierte Luca Zuffi nach der Partie.

«Es gab einige Momente, in denen wir leiden mussten», sagte Sousa. «Aber wir haben uns zwischendurch auch zu naiv angestellt.» Es war augenscheinlich, dass Basel auch nach 10 Pflichtspielen und mittlerweile 17 Gegentoren in dieser Saison noch die Automatismen fehlen.

Vom Bernabeu auf die Schützenwiese

Von der angestrebten Sensation war der FCB zwar weit weg, dennoch werden die Basler nicht lange an der Niederlage im Bernabeu nicht zu nagen haben. Nun soll nach 2 Niederlagen in Folge wieder Tritt gefasst werden. Misslingt dies am kommenden Sonntag bei schwierigen Cup-Spiel in Winterthur, wird sich Sousa definitiv im Fadenkreuz der Kritik wiederfinden.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.09.2014, 20:45 Uhr

Legende: Video Real Madrid - FC Basel: Die Live-Highlights abspielen. Laufzeit 5:04 Minuten.
Vom 16.09.2014.

24 Kommentare

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  • Kommentar von JP.Simon, Nicht Rotary- aber Rotationsclub, Bern
    Mir scheint P.Sousa, was die Aufstellung betrifft, ein wenig nervös zu sein. Einen Gashi, der letzte Saison Torschützenkönig war, auf die Ersatzbank zu 'stellen', find ich unverzeihlich. Auch Frei war während eines Meisterschaftsspiel auf der Bank, ebenso fahrlässig, war er letzte Saison einer der besten Leistungsträger gewesen. Rotation hin oder her, jede Mannschaft braucht einen inneren Zirkel, der Ruhe bewahrt, um dass die einer Rotation unterworfenen nicht noch auf dem Felde rotieren.
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  • Kommentar von e basler, basel
    der Fcb muss auch nicht immer erfolg haben. Es tut dem Schweizer Fussball gut, wenn andere Clubs (Z.B. YB) die Chance haben, an ihn heranzukommen. Und richtige Fans stehen auch bei Misserfolg hinter ihrem Team... Erfolg isch nit alles im Läbe... oder: ...Und sotts emoll in d Hose goh, no duet is das zwor weh. Doch s näggscht Moll simmer wieder do, MIR STÖHN ZUM FCB! :)
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  • Kommentar von Simi, Bündnerland
    Immerhin hats zu einem wunderschönen Bale-Goal geführt. Danke :).
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