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EM-Qualifikation Marcel Koller – die «unerwünschte Lösung» kurz vor dem Ziel

Seine Ernennung zum ÖFB-Teamchef schlug 2011 hohe Wellen – negativer Art. Doch Marcel Koller liess sich davon in keinster Weise beirren. Mittlerweile hat der Wind gedreht. Der Zürcher wird geliebt und steht mit eineinhalb Beinen an der EURO.

Legende: Video Portrait von Österreich-Trainer Koller abspielen. Laufzeit 5:29 Minuten.
Aus sportpanorama vom 06.09.2015.

3 Partien haben die Österreicher in der EURO-Qualifikation noch auszutragen. Ein einziger Punkt reicht dem derzeitigen Tabellenführer zum Gruppensieg und zur 2. EURO-Teilnahme nach 2008 (als Ausrichter). Es sind goldene Aussichten für die Alpenrepublik. Grossen Anteil am Erfolg hat der Schweizer Trainer Marcel Koller.

2011 wurde er vom Österreichischen Fussballbund ÖFB verpflichtet. Die Fussball-Prominenz des Landes hatte daran wenig Freude, der Tiefpunkt sei erreicht, lautete der Tenor. Eine Auswahl:

  • Herbert Prohaska (ehemaliger Nationalspieler, Nationaltrainer und heutiger ORF-Experte): «Ich hätte mir eine andere Lösung gewünscht.»
  • Toni Polster (ehemaliger Nationalspieler):
    «Ich glaube nicht, dass dies eine glückliche Entscheidung war.»

Die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien wurde in einer schwierigen Gruppe (u.a. mit Deuschland, Schweden, Irland) knapp verpasst. Doch die Sympathiewerte Kollers stiegen unaufhaltsam. Koller ist beliebt, bei Fans und Spielern.

  • Leo Windtner (Präsident ÖFB): «Im Gegensatz zu früher brennen die Nationalspieler darauf, ins Camp einzurücken. Sie fühlen sich unwahrscheinlich wohl, sie sind bereit, alles zu geben.»

Koller geht seinen eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Der Schweizer Nati sagte er bei der Suche nach einem Nachfolger für Ottmar Hitzfeld ab. Mittlerweile steht seine Mannschaft in der FIFA-Weltrangliste auf Position 13. So gut war sie noch nie klassiert. Wie hat er dies vollbracht? Was hat er den Spielern eingetrichtert? Antworten dazu im Video-Beitrag.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 6.9.15, 18:15 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von beat zehnder, bern
    eigentlich wäre marcel koller ja in den startlöcher gestanden um bei yb nach petko zu übernehmen.doch leider hat "dritte-phase-örtig" den gross durchgedrückt.hoffentlich hat jetzt der österreicher in bern, den gleichen erfolg wie der zürcher in wien!
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  • Kommentar von D.Daniele, Obergösgen
    Auch wenn es vielen schwer fällt, vielleicht könnten ein paar hier ein Beispiel nehmen was Petkovic betrifft, auch Koller hatte keine Vorschusslorbeeren, und Sie da, Er hat es geschafft! Vielleicht sollten wir Petkovic eine faire Change geben. Wenn ich denke unter Hitzfeld hatten wir viel mehr Blamable Spiele, ich denke an die Heimniederlage gegen Luxemburg, und Hitzfeld wurde nie so verrissen. Und im Gegensatz zu Hitzfeld, scheint die Nati sich unter Petkovic für die EM zu Qualifizieren.
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    1. Antwort von Kurt Stettler, Emmen
      Genau so ist es. Hitzfeld wurde immer überschätzt als Trainer. Er hat nie eine Mannschaft aufgebaut nur immer fertige Mannschaften trainiert. ( Bayern, BVB ) Mit einem Club wie Bochum in der 1. Bundesliga zu bleiben wie unter Marcel Koller ist viel die grössere Leistung.
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  • Kommentar von erika berger, bern
    Ich hoffe, er wird unser nächster Nationaltrainer. Eigentlich hasse ich den fanatischen Egoismus der Nationen, aber nie die Kultur der Regionen. Hopp Regionalismus, hopp Dialekt, hopp Schwiiz, allez Suisse, forza Svizzera, hop suiza.
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