Sommer: «Wie haben wir das nur geschafft?»

Beim FC Basel mischen sich nach dem Einzug in die Europa-League-Viertelfinals Ungläubigkeit und Erleichterung. Dass den Russen in der Schlussphase trotz Überlegenheit nicht mehr das 2:0 gelang, sei «sicher etwas glücklich» gewesen, so Yann Sommer und Murat Yakin unisono.

Letztmals stand der FC Basel vor 7 Jahren in den Viertelfinals des zweithöchsten Europacup-Wettbewerbs. Damals, als dieser noch UEFA-Cup hiess, besiegten die «Bebbi» nacheinander Monaco und Strasbourg, ehe sie dramatisch an Middlesbrough scheiterten. Nun also steht der FCB wieder unter den letzten Acht - wer der Gegner ist, wird am Freitag ausgelost. Mögliche Kontrahenten sind Tottenham, Chelsea, Newcastle, Lazio Rom, Rubin Kasan, Fenerbahce oder Benfica Lissabon.

Sommer: «Schirokow war nervös»

«Ich weiss nicht, wie wir das geschafft haben», erklärte der Basler Matchwinner Yann Sommer nach dem aufwühlenden Spiel in der Kälte von St. Petersburg. «Die Russen hatten riesige Möglichkeiten». Die beste davon in der 86. Minute, als Roman Schirokow mit seinem Penalty an Sommer scheiterte. «Wenn er gut schiesst, dann ist es ein Treffer», gab der FCB-Torhüter zu. «Doch er war nervös und zielte in die Mitte - das war mein Glück.» Der 24-Jährige ist überzeugt: «Eine Verlängerung wäre für uns tödlich gewesen.»

Yakin: «Eine Abwehrschlacht»

FCB-Coach Murat Yakin war nach dem Erfolg sichtlich stolz auf seine Mannschaft: «Eigentlich lief in diesem Hexenkessel alles gegen uns», betonte der 38-Jährige und erwähnte dabei die frühe Verletzung von Valentin Stocker, das Gegentor nach einer halben Stunde und den Platzverweis kurz vor der Pause. «In der 2. Halbzeit waren wir dann etwas abgeklärter und kontrollierter», so Yakin. «Aber am Ende war es natürlich eine Abwehrschlacht - mit dem glücklichen Ende für uns».