Zenit St. Petersburg: Geld spielt keine Rolle

Am Donnerstag empfängt der FC Basel in seinem Achtelfinal-Hinspiel der Europa League Zenit St. Petersburg. Der amtierende russische Meister wurde einst als Fussballteam der örtlichen Stalin-Metallwerke gegründet. Heute führt der Klub dank kostspieligen Auslandprofis eine feine Klinge.

Exquisit

Bildlegende: Exquisit Für die Neuzugänge Hulk (l.) und Witsel griff Zenit St. Petersburg tief ins Portemonnaie Reuters

Kurz vor Schluss der russischen Transferperiode anfangs September 2012 wartete Zenit St. Petersburg mit einem Paukenschlag auf. Innert weniger Stunden wurde der Zuzug des brasilianischen Stürmers Hulk und des belgischen Mittelfeldspielers Axel Witsel vermeldet. Für Aufsehen sorgten vor allem die Kosten der Transfers – 50 bzw. 40 Millionen Euro.

Russisches Geld und deutsches Know-how

Dank dem russischen Energie-Gigant Gazprom, der seit 2007 die Mehrheit am Klub hält, scheint bei Zenit St. Petersburg Geld eine untergeordnete Rolle zu spielen. Mittlerweile darf sich Dietmar Beiersdorfer an der üppig gefüllten Klub-Schatulle bedienen. Der Deutsche ist seit August 2012 Sportdirektor von Zenit. Diese Funktion hatte er von 2002 bis 2009 beim HSV bekleidet, wo er unter anderem Rafael van der Vaart verpflichtete.

Ausländerfraktion spricht Portugiesisch und Belgisch

Der bullige Hulk, der vom FC Porto an die Newa gewechselt hat, trifft auch im neuen Dress regelmässig. Seine gewohnte Quote von rund 0.5 Toren pro Spiel hat er allerdings noch nicht erreicht. Auch Axel Witsel hat der russische Lockruf in Portugal ereilt. Er stand zuvor bei Benfica Lissabon unter Vertrag.

Bereits seit 2008 steht der torgefährliche Mittelfeldspieler Danny im Kader der St. Petersburger. Sein portugiesischer Landsmann Neto bildet zusammen mit dem Belgier Nicolas Lombaerts die Innenverteidigung. Dass all diese Auslandprofis über Länderspielerfahrungen verfügen, versteht sich gewissermassen von selbst.

Bisheriger Saisonverlauf unter den Erwartungen

In punkto Coaching setzt man auf Kontinuität, Luciano Spalletti amtet seit Dezember 2009 als Trainer. Das Ausscheiden in der Champions League und aktuell nur Rang 3 in der nationalen Meisterschaft stärken die Position des Italieners allerdings nicht. Bei einem 260 Millionen Franken teuren Spielerkader verfolgt Zenit nämlich in allen Wettbewerben nur ein Ziel – den Titelgewinn.

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