Bürki: Erst der Gedankenblitz, dann der Reflex

Roman Bürki war für den Cup-Achtelfinal gegen die Hertha nicht vorgesehen. Am Ende durfte er sich beim 3:2-Penaltysieg als Matchwinner feiern lassen.

  • Glückliche Fügung 1: Eigentlich ist Roman Weidenfeller der Pokal-Hüter bei der Borussia. Dass im Achtelfinal dennoch Roman Bürki zum Zug kam, verdankt er seinem Coach. «Ich sah die Notwendigkeit, ihn im Rhythmus zu belassen. Er benötigte nach seiner überstandener Handverletzung weitere Spielpraxis», begründete Thomas Tuchel.
  • Glückliche Fügung 2: Bürki bekommt vor dem Penalty-Showdown einen Zettel zugespielt. Doch die meisten Hertha-Schützen, die auf dem Papier analysiert worden waren, sind zu diesem Zeitpunkt schon ausgewechselt. Der 26-jährige Berner weiss sich zu helfen.

Als Berlins Vladimir Darida nämlich zum 2. Elfmeter Anlauf nahm, erinnerte sich Bürki an die gemeinsame Zeit beim SC Freiburg. «Ich wusste noch, dass er die linke Hand bevorzugt», sagte der Nationalgoalie hinterher. Prompt parierte er Daridas Versuch. Vor allem dank dieser Parade sicherte der BvB mit 3:2 n.P. das Weiterkommen.

Ein kurzer Toilettenhalt

Als Elfmeterkiller wollte sich Bürki nach der nervenaufreibenden Partie nicht feiern lassen. «Dazu hätte ich die beiden anderen Bälle, an denen ich dran war, auch noch halten müssen», entgegnete er abgeklärt. Der Schweizer verriet im Anschluss auch noch, wohin er kurz vor der Entscheidung entschwunden war: «In die Kabine! Ich musste zur Toilette und wollte mich etwas aufwärmen.»

  • Glückliche Fügung 3: Der BVB, Finalverlierer des Vorjahres, trifft nun in der Runde der letzten 8 auf Sportfreunde Lotte. Mit dem einzigen noch übrig gebliebenen 3.-Ligisten erwischte Dortmund das günstigste Los.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 07.02.2017 22:08 Uhr

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