Fifa kündigt weitere Untersuchungen zu den WM-Vergaben an

Nach dem Skandal um die Untersuchung der WM-Vergaben an Russland (2018) und Katar (2022) hat die FIFA weitere Untersuchungen angekündigt. Dies ist das Ergebnis des Spitzentreffens der heftig kritisierten FIFA-Ethik-Hüter Hans-Joachim Eckert und Michael Garcia in Zürich.

Video «Fussball: Turbulenzen bei der FIFA nach Ethikkomissions-Bericht» abspielen

Turbulenzen bei der FIFA nach Ethikkomissions-Bericht

2:42 min, vom 13.11.2014

«Die beiden Vorsitzenden waren sich einig, dass das FIFA-Exekutivkomitee unbedingt über die nötigen Informationen verfügen muss, um über die weiteren Schritte zu entscheiden, die aufgrund der Arbeit der FIFA-Ethikkommission erforderlich sind», hiess es in einer Mitteilung des Weltverbands.

Scala soll weitere Informationen offenlegen

Der Vorsitzende der bei der FIFA für die Kontrolle von Finanz- und Geschäftsgebaren zuständigen Audit- und Compliance-Kommission, Domenico Scala, solle daher den kompletten 430-seitigen Untersuchungsbericht von Chef-Ermittler Garcia erhalten und dann entscheiden, «wie viele dieser Informationen dem FIFA-Exekutivkomitee offengelegt werden sollten», erklärte der Dachverband weiter.

Garcia kündigte Einspruch an

Garcia hatte zuvor Einspruch bei der FIFA-Berufungskommission gegen Eckerts Urteil angekündigt. Dieser hatte die WM-Gastgeber 2018 und 2022 vom Vorwurf der Korruption freigesprochen und damit weltweit Empörung ausgelöst.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 13.11.2014, 21:00 Uhr.