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Fussball allgemein Neymar und Kolumbien - da war doch mal was

Brasilien hat an der Copa America nicht nur das Spiel gegen Kolumbien, sondern in der Nachspielzeit auch Superstar Neymar verloren. Erinnerungen an das WM-Duell vor einem Jahr werden wach.

Legende: Video Neymar kassiert nach Spielschluss Rot abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 18.06.2015.

Der 4. Juli 2014 ist als dunkles Kapitel in die Geschichte des brasilianischen Fussballs eingegangen. Die «Seleçao» gewann zwar den WM-Viertelfinal gegen Kolumbien (2:1), verlor aber Neymar für den Rest der Endrunde und gleichzeitig wohl auch den Glauben an den WM-Titel im eigenen Land.

Nach einem bösen Rempler von Juan Zuniga erlitt Neymar einen Wirbelbruch und fiel rund 6 Wochen aus. Knapp ein Jahr später kam es nun an der Copa America in Chile zum Wiedersehen der beiden Teams.

Sie wenden Regeln gegen mich an
Autor: Neymar
Legende: Video Neymars bitteres WM-Out 2014 abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 18.06.2015.

Und wieder stand Neymar im Mittelpunkt der Diskussionen. Nicht, weil er in der regulären Spielzeit teils grösste Chancen auf einen Torerfolg ungenutzt liess, sondern vielmehr, weil er nach Spielschluss die rote Karte kassierte.

Neymar hatte seine Nerven nicht im Griff und schoss aus kurzer Distanz den jubelnden Pablo Armero an. «Sie wenden die Regeln gegen mich an», kritisierte Neymar im Anschluss der Partie die Leistungen der Schiedsrichter. Die Konsequenzen könnten für den 23-Jährigen und sein Team erneut verheerend sein.

Brasilien muss spielen, nicht in den Krieg ziehen
Autor: Carlos DungaBrasilien-Trainer

Im letzten Gruppenspiel gegen Venezuela muss er auf jeden Fall zuschauen. Und wahrscheinlich wird er mindestens für eine weitere Partie gesperrt. Somit könnte Neymar frühestens in einem möglichen Halbfinal wieder zum Einsatz kommen.

Willian nimmt Neymar in Schutz

Brasiliens Trainer Carlos Dunga zeigte sich darüber verständlicherweise wenig erfreut. «Brasilien muss spielen, nicht in den Krieg ziehen», sagte er. Mitspieler Willian nahm Neymar in Schutz: «Die Schiedsrichter müssen Neymar respektieren und schützen. Er wird immer getroffen, es passierte auch heute wieder. Doch am Schluss ist es er, der vom Platz fliegt.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachrichten, 18.06.2015, 06:00 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von J. Baumgartner, Erlangen
    Bei allem Talent, welches er hat aber Neymar ist mir überaus unsympathisch. Er fällt bei jedem kleinsten Rempler und schaut dann immer fordernd und verzweifelt zum Schiedsrichter. Zudem ist immer der Gegner oder der Schiedsrichter schuld. Natürlich wird ein so gefährlicher Stürmer vom Gegner etwas mehr in die Mangel genommen. Aber er sollte sich dabei ein Beispiel an Messi nehmen. Der versucht sich wenigstens durchzutanken und fällt erst, wenn er nicht mehr anders kann.
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    1. Antwort von Fabian, sattel
      Er lässt sich nicht einfach fallen sonst hätte er nicht den Rücken gebrochen
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    2. Antwort von J. Baumgartner, Erlangen
      Herr Sattel, der Fall im Spiel gegen Kolumbien an der WM 2014 in Brasilien ist natürlich etwas anderes. Das war ein grobes Einsteigen des Kolumbianers mit schwerwiegenden Folgen, keine Frage. Da werfe ich ihm sicherlich kein Schauspielen vor. Es gibt aber genug andere Spiele, in denen Neymar kaum getroffen oder nur leicht angerempelt wird und gleich zu Boden geht. Dort wünschte ich mir von ihm etwas mehr Kämpferherz und Einsatzwillen. Das ist der Grund, weshalb er mir unsympathisch ist.
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