3 Penaltys, 3 rote Karten: KSC ausser Rand und Band

Der Karlsruher SC ist nach einem hochemotionalen Derby im DFB-Pokal mit 1:3 gegen den Fünftligisten Reutlingen ausgeschieden. 3 rote Karten und 3 Penaltytore besiegelten das Schicksal der Badener.

Schiedsrichter Robert Kempter

Bildlegende: Rot, rot, rot Schiedsrichter Robert Kempter stellte drei Karlsruher vom Platz. Imago

Die Partie hatte wegen der Fan-Rivalität (die sich bei den Duellen zwischen Reutlingen und der 2. KSC-Mannschaft in der Oberliga Baden-Württemberg äussert) als Hochrisiko-Spiel gegolten. Zu gröberen Vorfällen kam es dank starker Polizeipräsenz nicht.

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KSC verpasst Aufstieg knapp

0:50 min, aus Tagesschau am Mittag vom 2.6.2015

Auf dem Platz wurden die Karlsruhe-Profis aber regelrecht verprügelt: Mit 1:3 schied der KSC, der im Frühling in der Barrage gegen den HSV beinahe in die 1. Bundesliga aufgestiegen wäre, in der 1. Pokalrunde aus.

Mutige Schiedsrichter-Entscheidungen

Dreimal traf Reutlingens Captain Giuseppe Ricciardi vom Elfmeterpunkt (13., 33., 91. Minute). Dreimal verwies Schiedsrichter Robert Kempter einen Karlsruher des Feldes: Manuel Gulde (12./Notbremse), Daniel Gordon (51./Tätlichkeit) und Jannik Dehm (90./Notbremse).

Kempters Entscheidungen gegen den Oberklassigen (er schickte zudem KSC-Coach Markus Kauczinski auf die Tribüne) waren durchaus zu rechtfertigen. Das sahen die Gäste naturgemäss anders: Der Referee habe sich «oft gegen uns» entschieden, beklagte KSC-Sportdirektor Jens Todt.

Sendebezug: Radio SRF 3, 8.8.2015, 17:50 Uhr