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Internationale Ligen Chelsea trennt sich von Mourinho

Die sportliche Baisse von Chelsea hat personelle Konsequenzen: Team-Manager José Mourinho wurde per sofort von seinen Aufgaben entbunden.

José Mourinho blickt ungläubig
Legende: Muss sich einen neuen Job suchen José Mourinho. EQ Images

Nun ist es offiziell: José Mourinho muss bei Chelsea seinen Hut nehmen. Wie der Klub am Donnerstag bekannt gab, haben sich beide Parteien auf eine «einvernehmliche Trennung» verständigt. In den britischen Medien kursieren mit Juande Ramos und Guus Hiddink auch schon die Namen möglicher Nachfolger des Portugiesen.

Mourinho war seit Juni 2013 Trainer bei den Blues, zum zweiten Mal in seiner Karriere. Der Vertrag des 52-Jährigen lief noch bis 2019 und hätte ihm angeblich rund 55 Millionen Euro einbringen sollen.

Ich wurde um meine Arbeit betrogen.
Autor: José Mourinho

Chelsea liegt nach 16 Spieltagen mit 15 Punkten lediglich auf Platz 16 der Premier League. Die Reserve auf die Abstiegsränge beträgt einen Punkt. Nachdem die «Blues» letzte Saison mit nur 3 Niederlagen überlegen den Meistertitel gewonnen hatten, verliessen sie in dieser Spielzeit bereits neunmal das Feld als Verlierer.

«Ich will unbedingt bleiben», hatte Mourinho nach der 1:2-Niederlage am Montag gegen Leader Leicester City gesagt. Die Schuld für das Versagen in dieser Saison suchte der Startrainer zuletzt bei seinen Spielern: «Ich wurde um meine Arbeit betrogen.»

Ist die Entlassung von Mourinho die richtige Entscheidung?

  1. Ja, ein Weitermachen hätte keinen Sinn gemacht
    %
  2. Nein, er hätte Chelsea aus der Krise geführt
    %

Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittags-Bulletin, 17.12.15, 16:00 Uhr

22 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Munteler, Zürich
    Mourinho wird als Trainer bei einem anderen Verein oder einer Nationalelf wieder zurückkommen und Erfolg haben. Seine Zeit ist überhaupt nicht abgelaufen! Alle, die das meinen, liegen so falsch wie jene, die Federer vor Jahren zum Rücktritt rieten oder Paulo Sousa als schlechten Trainer bezeichneten. Zudem finde ich Mou nicht im Geringsten arrogant (wer von hier kennt ihn eig. persönlich?!), sondern einen Witzbold, der seine Überlebensstrategie im Haifischbecken Fussballgeschäft gefunden hat.
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn, Winterthur
    Dass Mourinho ein exzellenter Trainer ist, ist klar. Dass er sich selbstbewusst zelebriert gehört dazu. Es gibt Momente in der Berufswelt, wo Chef und Team nicht mehr zusammen passt. Wieso dass das so ist weiss man meist nicht-und die die es wissen teilen es meist nur verklausuliert. Ich bin der Meinung, dass Trainerentlassungen oft zu früh vorgenommen werden. Nach Pressekonferenzen, wo nur noch Fehler bei Dritten gesucht werden, ist es eine korrekte Möglichkeit, die Zusammenarbeit zu stoppen.
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    1. Antwort von Ein Blues, London
      Der bis anhin beste kommentar, sachlich und neutral - Danke Herr Zumbrunn! "Ich bin der Meinung, dass Trainerentlassungen oft zu früh vorgenommen werden." Dies sehe ich grundsätzlich genau so, man könnte den Trainern jeweils auch mal eine schlechte Saison verzeihen, doch im Kampf um die europäischen Plätze (CL&EL) ist der finanzielle Wettbewerb zu intensiv um den anderen Teams eine erfolgreiche Saison zu gönnen. Als Blues-Supporter die richtige Entscheidung, Zeit sich vom Catenaccio zu trennen.
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  • Kommentar von V.Böhm, Winterthur
    Er ist verrückt. Und ein Genie. Er ist ein verrücktes Genie dem ich es zugetraut hätte den Karren herumzureissen. Die fantastische letzte Saison gibt ihm recht.
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