«Fussballer verdienen teilweise zu wenig»

Sandro Wagner von Bundesligist Darmstadt hält die Berufsgruppe der Fussballprofis für «teilweise» unterbezahlt – und die Neid-Kultur in Deutschland einfach nur lächerlich.

Darmstadts Sandro Wagner reklamiert.

Bildlegende: Sorgt mit Darmstadt für Aufsehen Sandro Wagner. Imago

Mit seinen bislang 13 Liga-Toren lässt Sandro Wagner Aufsteiger Darmstadt vom Ligaerhalt träumen.

In einem Interview mit der deutschen Bild-Zeitung äusserte sich der 28-Jährige u.a. zu folgenden Punkten:

  • Der immense Druck: «Gemessen an all dem, was man aufgibt, finde ich, dass auch die bei Bayern zu wenig verdienen - selbst 12 Millionen oder so. Man steht in der Öffentlichkeit und hat Riesendruck. Jeder guckt einem auf die Finger - und das auch privat. Und es ist doch wie in der freien Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage.»
  • Die Rechtfertigung: «Fussballprofis haben nur 10 bis 15 Jahre, danach stehst du oft ohne Ausbildung oder richtiges Studium da, musst wieder neu anfangen mit riesigem Aufwand. Meiner Meinung nach ist daher jeder Euro verdient.»
  • Die Neid-Kultur: «Davon sollten wir auch mal wegkommen in ganz Deutschland. In England zum Beispiel feiern die Fans, wenn du mit 'nem geilen Auto kommst. Wenn du bei uns ein gutes Auto hast, musst du es fünf Ecken weiter parken, damit keiner neidisch ist. Das finde ich lächerlich.»
  • Der Frauenfussball: «Ich finde, Frauen und Fussball, das passt nicht. Aber vielleicht finden die Damen auch meinen Spielstil schlimm - völlig in Ordnung.»

Was halten Sie von Wagners Äusserungen?

  • Ich stimme ihm zu, es ist nicht einfach als Fussballer.

    13%
  • Typisch. Alle Vorurteile des männlichen Fussballers bestätigt.

    42%
  • Sandro Wagner? Darmstadt? Was?

    44%
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Sendebezug: Radio SRF 3, Bundesliga-Roundup, 16.4.16, 17:40 Uhr