Politische Gründe: Galatasaray wirft Klub-Idole raus

Galatasaray Istanbul, der Klub von Nati-Stürmer Eren Derdiyok, hat den Klub-Legenden Hakan Sükür und Arif Erdem die Mitgliedschaft aberkannt. Die Gründe sind politischer Natur.

Sükür mit Meisterpokal

Bildlegende: 2008 führte Hakan Sükür Galatasaray Istanbul noch zum Titel. Imago

Hakan Sükür spielte zwischen 1992 und 2008 mit Ausnahme dreier Auslandjahre immer für Galatasaray. Mit 51 Toren in 112 Länderspielen ist er türkischer Rekordnationalspieler. An der WM 2002 erzielte er das schnellste Tor der WM-Geschichte. Arif Erdem lief von 1991 bis 2005 fast 350 Mal für «Gala» auf.

Nun sind sie nicht mehr Mitglieder des Klubs. Die Regierung beschuldigt sie, Anhänger der Gülen-Bewegung zu sein, die angeblich den Putsch-Versuch vom Sommer 2016 angezettelt hat. Sükür, der 2013 aus Recep Tayyip Erdogans AKP austrat, wird sogar per Haftbefehl gesucht.

Mitglieder für Sükür und Erdem

Am Samstag hatten die Mitglieder des Klubs noch gegen einen Ausschuss der beiden 45-Jährigen gestimmt. Das hatte den Ärger von Sportminister Akif Cagatay Kilic heraufbeschworen: «Das Management von Galatasaray muss umgehend handeln und diesen Fehler beheben», forderte er. Dem hat der Vorstand nun Folge geleistet.

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Sükürs legendäres Tor an der WM 2002

0:37 min, vom 27.3.2017