Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Super League: Medienreaktionen «Krieg gegen den Fussball»

12 Top-Klubs haben sich zusammengeschlossen und wollen die European Super League gründen. Das sind die Reaktionen.

Ferdinand
Legende: Fand deutliche Worte Rio Ferdinand. imago images

Die klarsten Worte fand mit Rio Ferdinand ausgerechnet eine Klub-Ikone von Manchester United, einem Team, das für die Idee der European Super League einsteht. Der Experte von BT Sport meinte unter anderem: «Das ist für mich Krieg gegen den Fussball. Es ist eine Schande, es ist peinlich und es geht gegen alles, worum es beim Fussball geht.»

Starke Ablehnung von allen Seiten

Ebenfalls deutlich wird es im Guardian: «Das ist eine Idee, die sich nur jemand ausgedacht haben kann, der Fussball wirklich bis auf die Knochen hasst. Der den Fussball so sehr hasst, dass er ihn beschneiden, ausnehmen, zerlegen will, vom Spiel an der Basis bis zur Spitze.»

Eine grobe Idee, die sich gegen die Fans richtet
Autor: «Corriere della Sera»

Auffällig: Die Reaktionen sind – falls wertend – fast ausschliesslich negativ. Boris Johnson, englischer Premierminister, äusserte sich via Twitter ebenfalls kritisch. Die Pläne würden dem Fussball schaden. Er sicherte der Uefa Unterstützung zu.

Auch in Italien und Spanien ist man wenig erfreut

Die italienischen Medien halten ebenfalls wenig von den Super-League-Plänen. La Gazzetta dello Sport schreibt, dass diese Liga nur den Klub-Interessen und nicht der Serie A nützen würde. Sie stünde im Widerspruch, «die italienische Meisterschaft wieder aufzuwerten». Der Corriere della Sera schreibt prägnant: «Eine grobe Idee, die sich gegen die Fans richtet.»

Die Marca aus Spanien bringt zudem die wirtschaftliche Lage ins Spiel: «Die Schaffung der neuen Liga kommt in einer Zeit, in der die weltweite Pandemie die Instabilität des aktuellen ökonomischen Modells des europäischen Fussballs beschleunigt hat.»

Die grossen Abwesenden bei der Gründung der Super League, Bayern München und Paris Saint-Germain, haben indes noch nicht öffentlich Stellung bezogen.

Video
12 Klubs planen die European Super League
Aus Sport-Clip vom 20.04.2021.
abspielen

SRF zwei, «Super League Goool», 18.04.2021, 18:05 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

27 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Yves Berger  (Yves Berger)
    Für grosse Klubs wie Liverpool, Manchester, Real oder PSG kommt es nicht gross darauf an ausser auf das Geld. Was dafür spricht. Jedoch bei kleinen Vereinen aus kleineren Ligen. Z. B. Schweiz, Belgien oder Ukraine sehr wohl. Sie haben nun keine Chance mehr.
  • Kommentar von Hans Peter  (Hanspeter97)
    Kann beide Seiten verstehen. Als Fussballfan komplett Lost die Aktion. Als Clubbesitzer für mich verständlich. Wenn ab 2024 jetzt neu 36 Teams in der CL spielen, bedeutet das für die Topclubs mehr Spiele innerhalb des Clubs. Also Verletzungsrisiko noch grösser als zuvor. Dann gibt es natürlich noch die total überflüssige Nationsleague und zusätzlich zur EM/WM Quali noch Freundschaftsspiele. Bin gespannt was da raus kommt.
  • Kommentar von Thomas Lüthi  (Th.L.)
    Da würden sich gescheiter mal 12 Nationalteams zusammentun und die Skandal-WM 2022 boykottieren.
    1. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Das hätte schon unmittelbar nach der Vergabe dieser WM geschehen sollen - mit wesentlich mehr als 12 Teams! Aber das ist eine andere Geschichte..... ;-))
    2. Antwort von David Peier  (RobDiNero)
      Definitiv.. Wird wohl aber kaum passieren!