Thorsten Finks albtraumhafte Rückkehr nach München

Der Hamburger SV hat beim 2:9 gegen Bayern München die höchste Niederlage in 50 Jahren Bundesliga einstecken müssen. Für den ehemaligen Bayern-Spieler Thorsten Fink wurde die Rückkehr nach München zum Debakel. Und möglicherweise zum Verhängnis.

Thorsten Fink nach seiner schlimmsten Niederlage als HSV-Trainer.

Bildlegende: Ratlos Thorsten Fink nach seiner schlimmsten Niederlage als HSV-Trainer. Keystone

«Wir haben heute viel verloren», sagte Fink nach der 2:9-Klatsche. Ausgerechnet an seiner ehemaligen Wirkungsstätte erlebte der frühere Bayern-Spieler den bisherigen Tiefpunkt seiner Karriere.

Dabei ist nicht allein das Debakel von München für die geschwächte Position des 45-Jährige verantwortlich. Auch gegen Hannover (1:5), gegen Augsburg (0:1) und gegen Fürth (1:1) zeigte sich der HSV zuletzt schwach.

Kritische Stimmen der Verantwortlichen

Wie reagierten die Verantwortlichen auf das 2:9? «Wir haben unseren Stolz», sagte Manager Frank Arnesen, «das werden wir nie vergessen.» Deutliche Worte fand der Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow: «Was sollen wir machen? Wir können die Mannschaft ja schwer entlassen, wir brauchen sie ja noch.»

Vergangenheit spricht gegen Fink

Trotzdem gibt sich Fink kämpferisch: «Wir müssen alle anpacken und zeigen, dass es eine einmalige Sache war.» Vieles spricht aber gegen ihn: 2011 wurde Armin Veh beim HSV am Tag nach einem 0:6 in München entlassen, in der nächsten Saison wurde Michael Oenning in Hamburg früh gefeuert – einen Monat nach einem 0:5 in München.