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12 Klubs planen die European Super League
Aus Sport-Clip vom 20.04.2021.
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Zahlen, Teams, Modus, Fakten European Super League: Die geplante Revolution zusammengefasst

Die Planung zur Gründung der European Super League hat für viel Wirbel gesorgt. Wir liefern die Fakten zum geplanten Wettbewerb in einer Übersicht.

12 europäische Topklubs wollen die European Super League lancieren. Die Stellungnahme wurde in der Nacht auf Montag veröffentlicht und hat weltweit für einen Aufschrei und Entrüstung gesorgt. Um was geht es überhaupt? Welche Klubs sind dabei? Und wie soll das neue Format finanziert werden?

  • Die European Super League: 12 Klubs sind bereits beigetreten, 3 weitere sollen noch folgen. Diese 15 Gründerklubs sind permanente Teilnehmer an der Super League und müssen sich nicht jedes Jahr qualifizieren. 5 weiteren Klubs bietet sich jährlich die Möglichkeit, sich für den neuen Wettbewerb zu qualifizieren.
  • Der Modus: Geplant sind 2 Zehner-Gruppen mit Hin- und Rückspielen. 3 Teams pro Gruppe kommen weiter, der Sieger der Super League soll über K.o.-Spiele ermittelt werden. Die Partien (mit Ausnahme des Finals) finden unter der Woche statt – also in direkter Konkurrenz zur Champions League.
  • Diese Klubs sind dabei: 12 Vereine aus 3 europäischen Ligen haben die Reform geplant und sind als Gründungsmitglieder dabei. Aus England sind es Manchester United, Manchester City, Liverpool, Arsenal, Chelsea und Tottenham, aus Spanien Real Madrid, Barcelona und Atletico Madrid sowie Juventus Turin, Inter Mailand und die AC Milan aus Italien.

  • Die Köpfe hinter der Revolution: Als treibende Kräfte werden vor allem Andrea Agnelli (Präsident Juventus Turin) und Florentino Perez (Präsident Real Madrid) genannt. Agnelli tritt von seinem Amt als Chef der europäischen Klubvereinigung zurück. Pikant: Er war eine treibende Kraft bei den Planungen zur Reform der Champions League. Perez gilt als designierter Präsident der European Super League.
  • So wird die Super League finanziert: Satte 3,5 Milliarden Euro soll die US-Investment Bank JP Morgan in den Wettbewerb fliessen lassen. Pro Saison soll jeder Klub als Startprämie 100 Millionen Euro erhalten. Es soll nun also mehr Geld auf weniger Klubs verteilt werden.
  • Startpunkt: Wann es genau losgehen soll, ist unklar. Die Klubs gaben aber bekannt, «sobald wie möglich» starten zu wollen. Wann das ist, steht in den Sternen.
  • Frauen: Die European Super League ist nicht nur bei den Männern geplant. Sobald wie möglich soll es auch den gleichen Wettbewerb für Frauen geben.
  • Die Champions League: Die European Super League soll die Champions League nicht ersetzen, sondern parallel dazu laufen und als Konkurrenzwettbewerb laufen. Am Montag hat die Uefa beschlossen, dass die «Königsklasse» ab 2024 ein neues Format bekommt. Neu werden 36 statt 32 Teams an der Champions League teilnehmen können, die Vorrunde wird mit 10 Partien pro Mannschaft ausgetragen. Die 8 bestplatzierten Teams ziehen direkt in die Achtelfinals ein, die weiteren Plätze werden über Playoffs ermittelt.

SRF zwei, sportflash, 19.04.2021, 22:50 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Einmal mehr wenn es um Macht geht, woher kommt das Geld. Interessant fand ich die Finanzierung, die aus den USA käme. Die USA haben ja selbst so einen Show-Fussball-Liga-Versuch, der teilweise mit Oldies geschmückt wurde. Kann man dort überhaupt absteigen?
  • Kommentar von Claudio Hotz  (cloudi92)
    @Herr Merz @Herr Gisler
    jetzt bin ich aber auf ihre Meinung gespannt! Die gehassten Bayern machen es für einmal richtig und halten sich aus so einem lächerlichen Theater raus, aber das heissgeliebte Real Madrid sitzt tief in der ...
    1. Antwort von Nino Canclini  (guschti208)
      Lieber Herr Hotz,
      Ach wie schön das Leben ist, wenn man weder die Bayern, noch Real mag.. ;)
      Spass beiseite, dieses Mal habe ich vollsten Respekt für die Bayern; es ist nicht selbstverständlich, dass sie nicht teilnehmen, immerhin wurden sie zu 100% dafür angefragt. Interessant finde ich es, dass selbst diese schwache Bayernführung erkannt hat, dass das Konzept der ESL nicht funktioniert.. Anscheinend hat in Deutschland die Fankultur eine enorme Wichtigkeit für einen Club, also: RESPEKT!
  • Kommentar von Armin Meile  (MrMele)
    Fussball als grösstes Massenphänomen der Sportwelt ist ein Abbild der gesamten Gesellschaft: Solange die Masse mitmacht, wird bis zum Zusammenbruch weiter und ohne jegliche Ethik Geld umverteilt und viele zugunsten einer kleinen Elite ausgeblutet. Stoppen können nur wir das durch totalen Boykott der Spiele - dafür muss die Mehrheit wieder beginnen, selbst zu denken, zu urteilen und das eigene Gewissen einzubeziehen. Diese European Super League ist das Todesurteil für hochwertige nationale Ligen.
    1. Antwort von Willi Fetzer  ((:-))
      Daumen hoch
    2. Antwort von jl No  (jlN)
      Daumen hoch