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Nationalmannschaft Nach EURO: Nati weiter mit Petkovic?

Vladimir Petkovics Vertrag als Nati-Coach läuft Ende Jahr aus - aber er verlängert sich automatisch bis Ende EURO, wenn sich die Schweiz wie erwartet qualifiziert. Doch was geschieht im Sommer 2016? Die Weichen müssen bald gestellt werden.

Legende: Audio Nati auch nach 2016 mit Petkovic? (Radio SRF 1) abspielen. Laufzeit 2:02 Minuten.
2:02 min, aus Fussball vom 06.10.2015.

Vladimir Petkovics Bilanz nach 11 Spielen mit der Schweizer Nationalmannschaft kann sich von der Statistik her sehen lassen: 6 Siege, 2 Remis und 3 Niederlagen (darunter 2 gegen England), 22:11 Tore, Platz 12 in der FIFA-Weltrangliste.

EURO-Quali als Erfolg

Spätestens am Montag dürfte sich die Schweiz für die EURO qualifizieren. Es wäre bei bisher 15 Austragungen erst das 3. Mal, dass sich die Nati auf sportlichem Weg für eine EURO qualifiziert. Einverstanden: Da die Endrunde erstmals 24 Teilnehmer umfasst, war eine Qualifikation noch nie so einfach wie jetzt. Andererseits zeigt das Beispiel der Niederlande, dass eine Quali-Kampagne kein Selbstläufer ist.

Neben den reinen Resultaten sind bei der Wahl eines Nati-Coaches auch andere Faktoren wichtig: Führungsqualitäten, Spielphilosophie und Entwicklung des Spiels, Integration neuer/junger Nati-Spieler, öffentliche Wirkung u.v.m.

Ich mache mir überhaupt keine Gedanken.
Autor: Vladimir Petkovic

Der Schweizer Fussballverband wird sich in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden müssen, wie es nach Sommer 2016 weitergeht. Soll die Nati weiterhin von Petkovic geführt werden? «Ich mache mir darüber überhaupt keine Gedanken», sagt der Hauptbetroffene. «Ich denke im Moment nur bis zum San-Marino-Spiel. Dann schauen wir weiter.»

Als möglicher Alternativkandidat wird immer wieder Marcel Koller ins Spiel gebracht, dessen Vertrag in Österreich ebenfalls ausläuft. Auch der Zürcher lässt sich verständlicherweise nicht in die Karten schauen. «Ich kann nicht sagen, was geschieht – ob ich auch die WM-Quali mit Österreich bestreite, eine andere Nationalmannschaft oder eine Klubmannschaft übernehme.»

Wohl Ende der Ära Stadelmann

Verkompliziert wird die Vertragssituation durch die Tatsache, dass auch der Chef des Nati-Coaches ein anderer wird: «Ja, es sieht danach aus», antwortet der Nati-Delegierte beim SFV, Peter Stadelmann, auf die Frage, ob er nach der EM aufhöre.

Sendebezug: Radio SRF 1, 6.10.15, 18:45-Uhr-Bulletin

13 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Munteler, Zürich
    Wie Kurt A schon schrieb, sehe auch ich Lucien Favre eher als einen Trainer, der die tägl. Zusammenarbeit mit einem Team braucht. Er ist eher der Klub- als der Nationaltrainer. Koller soll in Österreich bleiben, diese Nation ist fussballerisch gerade sehr im Aufwind und U. Fischer will nächstes Jahr die CL-Saison mit dem FCB sicher nicht verpassen. Wie schon vor dem Petkovic-Engagement spreche im mich wieder für P. Tami aus. Sehr solide Arbeit! Er soll aber bei Gladbach im Gespräch sein.
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  • Kommentar von Kurt A, Dübendorf
    Wenn Petkovic die EM erreicht, soll er falls die Leistung an der EM einigermassen stimmt, weitermachen. Das Spielsystem das er fordert ist o.k. besser als früher. Unsere Spieler werden fast ausnahmslos überschätzt, siehe ausländische Ligen. (Ausnahme Torhüter), ansonsten Mittelmass. Das Favre, der als Tüftler bekannt ist, eine Nationalmanschaft führen soll, die er ein paar mal im Jahr sieht, scheint fast unmöglich. Er braucht für seine Ideen ein Team täglich.
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    1. Antwort von Daniele, Obergösgen
      Absolut gut Analysiert, auch was sie über Favre schreiben. Zufügen möchte ich das man da bei Hitzfeld viel gnädiger war trotz viel schlechterer Bilanz und einem absolut nicht anschaubarem Spiele. Im Gegensatz zu Herrn Kurt würde ich gerne Rodriguez zu den Torhütern dazuzählen. Aber den Kult den man um Shaquiri betrieben wird ist einfach lächerlich, ein Spieler de International sich nicht durchsetzt!
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  • Kommentar von jonas lüscher, windisch
    FFAAVVRREE
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