Nati: Das WM-Ticket liegt bereit

Die Schweizer Fussball-Nati kann im vorletzten WM-Quali-Spiel am Freitag in Albanien aus eigener Kraft das Endrunden-Ticket für Brasilien lösen. Mit einem Sieg ist alles klar. Einfach dürfte das Unterfangen in Tirana aber nicht werden. Doch die Schweizer äussern sich zuversichtlich.

Zwei Runden vor Abschluss der WM-Quali spricht in der Gruppe E alles für die Schweizer Auswahl: Rang 1, 5 Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte Island und das mit Abstand beste Torverhältnis.

Mit einem Sieg in Albanien ist die Schweiz an der WM in Brasilien dabei - egal wie die Konkurrenz spielt. Ein Remis wäre angesichts der aktuell um 9 Treffer besseren Tordifferenz gegenüber Island mehr als die halbe Miete. Und sogar bei einer Niederlage in Tirana könnte es für die Nati reichen: Island (zuhause gegen Zypern) und Slowenien (zuhause gegen Norwegen) dürften in diesem Falle nicht gewinnen.

Die Serie der Ungeschlagenheit

Was soll da bloss noch schief gehen? Captain Gökhan Inler tritt auf die Euphoriebremse: «Es ist noch nichts entschieden. Wie zuletzt in Norwegen (2:0-Sieg, Anm. d. Red.) gilt es, konzentriert und mit der Mentalität eines Siegers in die Partie zu gehen.»

Das Gefühl einer Niederlage kennt die Nati schon fast nicht mehr. Seit 12 Länderspielen und dem 0:1 im Mai 2012 gegen Rumänien ist sie ungeschlagen. In WM-Quali-Spielen ist die Serie von Spielen ohne Niederlage mittlerweile auf 16 angewachsen. Und: In dieser Kampagne hat das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld auswärts noch kein Tor zugelassen. Dies können bislang nur noch Spanien und Belgien von sich behaupten.

95 Minuten alles geben

Die Partie in Tirana dürfte angesichts der Tatsache, dass insgesamt 6 Schweizer Spieler albanische Wurzeln haben, in hitziger Atmosphäre über die Bühne gehen. «Wir müssen gleich agieren wie im Hinspiel (2:0-Sieg, Anm. d. Red.)», fordert Valentin Stocker. Die Stimmung werde angespannt sein, deshalb gelte es umso mehr, «sich mit allen Mitteln in den Kampf zu werfen».

Für Stocker wäre es bei einer Qualifikation die 1. WM-Teilnahme. Er ist sich indessen bewusst, dass der letzte Schritt immer der schwierigste ist. Aber: «Wir kennen unsere Stärken und werden voller Selbstvertrauen auftreten.»

Auf ein «Final-Spiel» am Dienstag zuhause in Bern gegen Slowenien hat niemand Lust. «Wir wollen die Sache am Freitag klar machen», betont Steve von Bergen. Auch der Innenverteidiger erwartet keinen Spaziergang: «Wir werden 95 Minuten alles geben müssen.»

Mögliche Aufstellungen:

Albanien: Berisha (Kalmar/Sd); Lila (Giannina/Grie), Mavraj (Greuther Fürth), Cana (Lazio Rom), Agolli (Agdam Karabach/Aser); Roshi (FSV Frankfurt), Migjen Basha (Torino), Bulku (Sepahan/Iran), Rama (Valladolid); Kace (PAOK Saloniki); Salihi (Jiangsu Sainty/China).

Schweiz: Benaglio (Wolfsburg); Lang (GC), Schär (Basel), Von Bergen (YB), Rodriguez (Wolfsburg); Behrami (Napoli), Inler (Napoli); Shaqiri (Bayern München), Xhaka (Gladbach), Stocker (Basel); Seferovic (San Sebastian).

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie das zweitletzte WM-Qualifikationsspiel der Schweiz gegen Albanien am Freitag ab 20:00 Uhr auf SRF zwei oder im Livestream. Auch auf Radio SRF 3 wird die Partie live übertragen.