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Nationalmannschaft Petkovic: Harte Arbeit und viel Menschlichkeit

Empathie und Menschlichkeit: Nati-Trainer Vladimir Petkovic ist harte Arbeit wichtig. Im Mittelpunkt steht für den Tessiner aber immer der Mensch.

Legende: Video «Vladimir Petkovic: der Nationaltrainer im Gespräch» abspielen. Laufzeit 9:52 Minuten.
Aus sportlounge vom 17.11.2014.

In den Worten und Aussagen von Vladimir Petkovic spiegelt es sich wieder, dieses bewegte Leben, das Petkovic geführt hat, das Zusammenarbeiten mit den verschiedensten Persönlichkeiten. «Für mich», sagt der Tessiner, «steht immer der Mensch im Mittelpunkt. Nicht eine Nation, nicht ein Verhaltensmuster. Immer der Mensch.»

Nach seiner Übersiedlung von Sarajevo in die Schweiz 1987 arbeitete Petkovic im Tessin bei der Caritas. Er betreute Arbeitslose, Sozialfälle, Menschen mit Drogenproblemen. Nun hat es Petkovic mit Grossverdienern und Superstars zu tun. Unterschiede macht der Coach nicht. «Alle sind Menschen, alle brauchen Unterstützung und müssen sich in der einen oder anderen Weise verbessern.» Was der Coach von seinen Schützlingen erwartet ist dabei einzig: harte Arbeit.

Herkunft als Hilfe

Seine Einstellung hilft Petkovic auch bei der Schweizer Nationalmannschaft, diesem Sammelsurium unterschiedlicher Mentalitäten und Wurzeln. «Klar hat es Vorteile, dass ich aus dem Balkan stamme. Ich weiss, wie es meinen Spielern mit ähnlicher Herkunft geht, wenn ich sie nur schon anschaue.» Unterschiede zu den anderen Spielern macht Petkovic indes nicht. Mensch bleibt Mensch.

Weil ihm Empathie derart wichtig ist, hat Petkovic oft auch Probleme im Umgang mit den Medien. «Polemiken, die direkt auf den Mann zielen, bei denen es nicht um Technik oder Taktik geht, gefallen mir nicht.» Spürt er keinen Respekt, kann der Trainer bisweilen grantig wirken. Auch Petkovic ist sich aber bewusst: «Im Fussball passt sich die Wertschätzung den Resultaten an.»

Immer das Maximum erwartet

Nach bescheidenem Start als Nati-Trainer hat sich Petkovic in diesem Punkt gesteigert. Das 4:0 gegen Litauen etwa war ganz nach dem Geschmack des Tessiners. «Man hat gespürt, wie der Funke von der Mannschaft aufs Publikum übergesprungen ist», schwärmte er von den Erfahrungen in St. Gallen. «Der Sieg hatte seinen Ursprung auch in diesen positiven Energien.»

Das Spiel gegen Litauen sei ohnehin ein ideales Beispiel. «Bis zur 60. Minute hatten einige Journalisten wohl schon gewisse Schlagzeilen im Kopf. Danach sind wir zu Helden geworden.» Was zum Schluss bleibe, sei aber etwas anderes: Was man macht, wie viel man für den Erfolg gibt. Das Maximum dafür erwartet Petkovic von sich selber - und den Menschen um ihn herum.

Sendebezug: SRF zwei, sportlounge, 17.11.14, 22:25 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Bachmann, 8038 Zürich
    Sehr geehrter Herr Petkovic, als Sie zum neuen Natitrainer nominiert wurde hatte ich viele Vorurteile gegen Sie...Was DER nach dem Hitzfeld usw. ....Nach dem ich aber Ihre vergangenen Tätigkeiten - Sport und Beruf - kennenlernen konnte sowie Ihre Interviews gaben Hinweise, dass Sie die Nati bald im "Griff" haben und allen Zweiflern die Beweise liefern... Ich wünsche Ihnen viel Glück - das Können haben Sie ja - und führen Sie die Nati besser als Hitzfeld!
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  • Kommentar von A.Z., Zürich
    So ist das leider im Sport. Wenn der Pfostenschuss gegen Slowenien rein geht, dann läuft man danach nicht in den Konter und hätte nun 9 Punkte (ich weiss, viel wäre und hätte). Das sind Zentimeter, welche darüber entscheiden, ob die Schulterklopfer Schlange stehen oder gehässige Kritiken folgen.
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  • Kommentar von E.Wagner, Zug
    Sie machen Ihren Job gut – sehr gut Herr Petkovic. War ja auch nicht leicht nach einem Erfolgs Trainer wie Hitzfeld. Die Erwartungen waren auch riesengross und mit diesem Druck muss man zuerst zu recht kommen. Die Nati soll sich nur nicht auf den jüngsten Lorbeeren ausruhen. Macht einfach weiter so, der eingeschlagene Weg gibt Ihnen recht. Bravo!!
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