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Nationalmannschaft Petkovic und Gilliéron fordern Erziehung von Zuschauern

Am Tag nach der überstandenen Barrage gegen Nordirland sprachen Nationaltrainer Vladimir Petkovic und Verbandspräsident Peter Gilliéron nochmals über die irritierenden Pfiffe gegen Haris Seferovic.

Legende: Video Petkovic: «Haris war enttäuscht und sehr betroffen» abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 13.11.2017.

Er habe menschlich auf die sonderbare öffentliche Behandlung von Haris Seferovic reagiert, so Vladimir Petkovic. Der Nationaltrainer fand seinen Topskorer nach den Pfiffen im Basler St. Jakob-Park in der Kabine in einem unschönen Zustand vor: «Er war enttäuscht und sehr betroffen.»

Legende: Video Seferovic wird ausgepfiffen abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Aus sportlive vom 12.11.2017.

Wie sehr Petkovic die Geringschätzung seines Stürmers missfiel, war auch am Tag nach dem Barrage-Rückspiel an einem Medientermin spürbar. Wie Seferovics Mannschaftskollegen hatte auch der Nationalcoach kein Verständnis für die Reaktion der Zuschauer.

Vielleicht müsse man einen Teil der Zuschauer etwas erziehen, mutmasste Petkovic. Er versuche, mit seiner Mannschaft bei jeder Gelegenheit Bodenständigkeit vorzuleben. «Wir sind eine kleine Nation, die viel erreichen will. Das sollte niemand vergessen.»

Das Publikum der Nordiren hat gegen unser Publikum gewonnen.
Autor: Peter Gilliéron

Jeder könne schlecht spielen, eine Chance vergeben oder ein Eigentor schiessen. «Aber wir sollten alle 90 Minuten unterstützen und erst danach kritisieren», so Petkovics Appell.

Zuerst zusammen feiern, dann konstruktiv kritisieren

So mache er das auch mit den Spielern. «Wir haben alle die Möglichkeit, uns zu steigern», so der Nationalcoach. Petkovic hofft, dass die Schweiz in Zukunft zusammen leide und zusammen feiere über 90 Minuten. Dann könne man danach auch konstruktive Kritik üben.

Legende: Video Gilliéron: «Es ist eine schlechte Angewohnheit» abspielen. Laufzeit 0:51 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 13.11.2017.

Wesentlich deutlicher äusserte sich Peter Gilliéron zum Thema: «Das Publikum der Nordiren hat gegen unser Publikum gewonnen.»

Es sei eine «schlechte Angewohnheit», so der Verbandspräsident in Erinnerung an frühere Pfeifkonzerte etwa gegen Alex Frei oder Marco Streller. Gilliéron streifte seine übliche Diplomatie ab und forderte wie Petkovic: «Sie brauchen wahrscheinlich etwas Erziehung.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.11.17, 17:20 Uhr

82 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Ganz ehrlich gesagt (ohne irgendwelchen nationalen Hintergedanken, dies sollte man besser explizit bemerken), ich VERSTEHE teils NICHT was Herr Petkovic sagt. Bin ich hier alleine, oder geht es anderen auch so?
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  • Kommentar von D.E.K. Steiner (D.E.K. Steiner)
    Seit den 70/80er-Jahren (Anfangspunkt war die „Blumenkinder“-Bewegung - "Let the Sunshine In", https://www.youtube.com/watch?v=fhNrqc6yvTU ) wird die Bevölkerung einer systematischen Gehirnwäsche unterzogen. Ziel ist es, den Bürger langfristig zu einer ewig klatschenden Kim-Jong-Un-Marionette zu erziehen, die ihr kritisches Denken völlig abstellt und alles, was man ihr im Blechteller serviert, nur noch begeistert applaudiert. Diese „Erziehung“ scheint jetzt auch im Fussball Einzug zu halten.
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  • Kommentar von Walter Haller (wh)
    Thema verfehlt würde ich sagen. Diese beiden Herren wissen offensichtlich nicht was ihre (Haupt-)Aufgaben sind. Vor allem der Übungsleiter P. sollte sich mit seiner eingeschränkten Ausdruckskraft nicht als «Erzieher» betätigen.
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