Wer sie vorne nicht macht...

Trotz klarem Chancenplus musste die Schweizer Nati den Platz in Maribor als Verliererin verlassen. Die Protagonisten waren sich einig: Das hätte nicht passieren dürfen.

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Interview mit Vladimir Petkovic

1:43 min, vom 9.10.2014

«Es ist wichtig, dass wir ruhig bleiben», meinten Nationaltrainer Vladimir Petkovic und Captain Gökhan Inler unisono nach der unerwarteten Pleite in Maribor. Denn nun steht die Schweiz nach dem Fehlstart in die EURO-Kampagne bereits unter Druck.

Ausserdem werden Erinnerungen an die letzte EM-Qualifikation wach, als die Schweiz die Endrunde nach 2 Niederlagen zum Auftakt gegen England und Montenegro schliesslich verpasste.

Petkovic konstatiert mangelnde Cleverness

Das grösste Manko im Schweizer Spiel lag auf der Hand: Die mangelnde Chancenauswertung. «Heute wollte er einfach nicht rein», sagte Angreifer Haris Seferovic stellvertretend für die vor dem Tor unglücklich agierenden Schweizer. «Auf diesem Level muss man das eine oder andere Tor machen», haderte Petkovic mit dem Schicksal und monierte fehlende Cleverness.

Derweil sang Sloweniens Trainer Srecko Katanec ein Loblieb auf seinen Torhüter Samir Handanovic: «Wenn man einen hochkarätigen Gegner wie die Schweiz besiegen will, benötigt man einen fantastischen Torhüter und etwas Glück.»
Dank der Paraden des Keepers von Inter Mailand habe seine Mannschaft den «Kopf zwei-, dreimal aus der Schlinge ziehen können».

In San Marino zurück zum Erfolg

Am Dienstag reist die SFV-Auswahl nach San Marino. Beim klaren Aussenseiter hoffen die Schweizer, zum ersten Erfolg zu finden. «Wir haben nun die Möglichkeit, es in San Marino besser zu machen», sagte Petkovic, «wir besitzen noch immer alle Chancen, wieder zurückzukommen in dieser Gruppe».

Auch Inler, der sich wegen muskulärer Probleme vorzeitig auswechseln lassen musste, glaubt an die Trendwende beim Fussballzwerg. Es fehle nur ein Tor, «und dann platzt hoffentlich der Knoten».

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.10.14 20:00 Uhr