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WM-Qualifikation Manolas' Sperre wegen «absichtlichem Gelb»

Konstantinos Manolas fehlt Griechenland im Barrage-Hinspiel. Ausgerechnet, weil er dieses Szenario mit einer «präventiven Sperre» vermeiden wollte. Hat die Fifa richtig gehandelt?

Fussballspieler
Legende: Im Hinspiel nur Zuschauer Konstantinos Manolas. Imago

Als Griechenland in der vorletzten Partie der WM-Quali 2:1 gegen Zypern führte, schindete Konstantinos Manolas in der Endphase Zeit. Dass der griechische Verteidiger dafür Gelb sah und damit im nächsten Spiel gesperrt war, war ihm noch so recht.

Veto der Fifa

Denn zu diesem Zeitpunkt spekulierten die Griechen bereits mit der Barrage-Teilnahme. Für diese erschien ein Mitwirken des Roma-Legionärs wichtiger als im Duell mit Fussballzwerg Gibraltar.

So weit, so gut. Der Plan schien aufzugehen: Manolas schaute gegen Gibraltar zu, seine Griechen gewannen 4:0. Dann trat die Fifa auf den Plan: Sie sperrte Manolas für eine weitere Partie, sprich: das Barrage-Hinspiel gegen Kroatien. Er habe vorsätzlich gehandelt, so der Vorwurf.

Real als Vorbild?

Erfahrungen mit wohl absichtlich geholten gelben Karten machte Real Madrid 2010 in der CL. Ramos und Alonso wurden zusätzlich für je ein Spiel gesperrt. Der mutmassliche Strippenzieher José Mourinho musste für einen Match auf die Tribüne.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Steiner (Tom Stone)
    Uhr stoppen, und schon hats nichts gebracht. Bei jedem knappen Spiel wird Zeit geschunden von Goalies, gefoulten Spielern, beim Wechseln... Ich habe die Szene nicht gesehen. Aber ein Eingreifen ist heikel, wenn keine klaren Beweise vorliegen.
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  • Kommentar von Namor Brisk (Namor)
    Bin der Meinung, dass sie die FIFA nicht die Freiheit nehmen kann, über vorsätzlich oder nicht einfach so aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Wenn es nicht klar geregelt ist, kann das als taktische Massnahme durchaus angewendet werden. Ob es fair ist sei dahingestellt. Fairness wird im Fussball ja ohnehin sehr, sehr klein geschrieben. Wenn, dann müsste der Schiedsrichter darüber entscheiden und könnte anstatt Geld auch Rot geben. Die Situation wird das aber kaum zulassen.
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  • Kommentar von Luca Tonet (cadalora)
    Entweder ist etwas klar geregelt oder man lässt es. Was heisst schon vorsätzlich ? Da gibt es grossen Interpretationsspielraum.
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