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Der nächste Schwaller kämpft sich nach vorn
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Vertreter an der EM im Curling Yannick Schwaller: Ein Name, der verpflichtet

Mit 24 Jahren steht Yannick Schwaller vor dem ersten Titelkampf. Wenig erstaunlich, wurde ihm der Curlingsport doch in die Wiege gelegt.

Mit den besten Genen ausgestattet, vermochte die Familien-Fertigkeit Curling das Interesse von Sprössling Yannick Schwaller zunächst nicht zu wecken. «Anfänglich hatte ich nur Fussball im Kopf», erinnert sich der mittlerweile 24-jährige Hochbauzeichner.

Erst im Alter von 14 packte ihn die Leidenschaft – dafür ab diesem Zeitpunkt so richtig und kompromisslos. Fortan wandelt er in den Spuren seines Vaters und Onkels, beides mehrfach dekorierte Medaillengewinner im internationalen Curlingsport. Druck von Haus aus habe er nie gespürt, lieber liess er sich mit wertvollen Tipps eindecken.

Familienerbe umfasst 9 Medaillen

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Familienerbe umfasst 9 Medaillen

Die Gebrüder Schwaller haben Swiss Curling massenhaft Erfolg beschert. Andreas Schwaller (heute 49; rechts im Bild) als Teamcaptain und Christof Schwaller (53), der Vater des aufstrebenden Yannick, eroberten 2002 an den Winterspielen in Salt Lake City gemeinsam Olympia-Bronze.

Christof Schwaller stand 3 weitere Male bei Grossanlässen auf dem Podest. Andreas Schwaller hamsterte an Europameisterschaften zwischen 1993 und 2006 sogar einen kompletten Medaillensatz und gehörte wie sein Bruder 2001 an der Heim-WM in Lausanne zum Silber-Quartett.

Den Sport nur als Hobby zu betreiben, war für Yannick Schwaller nie eine Option. Stattdessen betont er: «Ich wollte schon immer in allem, was ich mache, der Beste sein.»

Wir ziehen alle an einem Strang. Das macht es einfacher.
Autor: Yannick Schwaller

Auf dem Weg dorthin löste der Solothurner mit seiner jungen Equipe, der die gleichaltrigen Romano Meier, Michael Brunner und Marcel Käufeler (25) angehören, das Ticket für die Europameisterschaft. Ab dem 16. November vertritt darum sein Team im schwedischen Helsingborg erstmals die Schweizer Farben an einem Elite-Grossanlass.

Sein Ansporn: Immer mehr

«Wir ziehen alle an einem Strang. Das macht es mir einfacher, entsprechend stellten sich die Erfolge schnell ein», begründet er den rasanten Aufstieg.

Die EM ist für Schwaller junior selbstredend bloss ein Etappenziel. Bald schon soll eine Olympia-Teilnahme auf den Radar kommen – und an diesem Anlass interessieren ihn eigentlich nur die Medaillen. So sagt er: «Man darf sich nicht das Ziel stecken, ‹nur› an die Winterspiele zu kommen, denn dann wäre die Luft ja schon frühzeitig draussen.»

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 06.11.2019 18:45 Uhr