Tunesien gewinnt den Yellow Cup

Die Schweizer Handballer haben den Sieg am 44. Yellow Cup verpasst. Das Team von Rolf Brack unterlag im Final Tunesien deutlich mit 29:37.

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Schweiz im Final klar unterlegen

3:54 min, aus sportpanorama vom 3.1.2016

Die Schweizer Durststrecke am Yellow Cup geht weiter. Letztmals hatte die SHV-Auswahl 2010 das traditionelle Turnier in Winterthur gewonnen. Wie schon im Vorjahr standen den Schweizern die Tunesier vor der Sonne. Doch war der Gastgeber 2015 noch knapp mit 24:26 unterlegen, fiel das Verdikt nun viel deutlicher aus: Die Nordafrikaner setzten sich mit 37:29 durch.

«  Wir müssen am Limit spielen. »

Andy Schmid

«Man hat heute wieder gesehen, dass wir zwei verschiedene Gesichter haben», meinte der Schweizer Regisseur Andy Schmid im SRF-Interview. «Wir müssen gegen solche Gegner an unserem Limit spielen, um eine Chance zu haben.» Das habe man gegen Tunesien in keiner Phase geschafft und deshalb auch in dieser Höhe verdient verloren, so der MVP der Bundesliga.

Der MVP der Bundesliga bei einem Abschlussversuch gegen Tunesien.

Bildlegende: Andy Schmid Der MVP der Bundesliga bei einem Abschlussversuch gegen Tunesien. Keystone

Schmid strich aber auch heraus, dass der Yellow Cup eine Vorbereitung für die WM-Quali gewesen sei. «Dann müssen wir unser gutes Gesicht wieder zeigen.» Die Schweiz trifft in den nächsten zwei Wochen je zweimal auf Luxemburg und die Niederlande.

Daumenverletzung bei Schmid?

Gegen Tunesien lagen die Schweizer schon Mitte der 1. Halbzeit mit 8 Treffern in Rückstand. Ein Schwachpunkt waren erneut die Goalies Nikola Portner und Andreas Portmann. Den beiden gelang kaum eine gelungene Parade.

Schmid kassierte kurz vor dem Ende einen Schlag auf seinen linken Daumen. «Es knackte ein bisschen. Ich hoffe, dass es nichts Schlimmes ist. Aber es wäre sowieso nur die linke Hand», nahm der Führungsspieler den Zwischenfall locker.

Telegramm

Schweiz - Tunesien 29:37 (15:20)

Eulachhalle, Winterthur. - 1650 Zuschauer. - SR Baumgart/Wild (De). - Torfolge: 0:1, 4:4, 4:6, 5:6, 5:8, 6:8, 6:12, 7:12, 7:15 (18.), 9:15, 11:18, 13:18, 15:20; 17:21, 17:23, 20:23 (38.), 21:24, 21:26, 23:27, 23:29, 25:29, 25:33, 27:34, 27:36, 29:37. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 2mal 2 Minuten gegen Tunesien.

Schweiz: Portner/Portmann (ab 17.); Schmid (4), Fellmann, Baviera (2), Sidorowicz (3), Dähler (5), Raemy (1), Küttel (5), Striffeler (1), Mühlemann (1), Freivogel (1), Hofstetter (5), Linder (1), Svajlen.

Bemerkungen: Schweiz ohne Bringolf, von Deschwanden, Luka Maros, Tynowski (alle verletzt) und Liniger (angeschlagen).

Sendebezug: SRF 1, sportaktuell, 2.1.16, 22:50 Uhr