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Kunstturnen Das Hoffen auf einen Exploit

Nach den Frauen tragen diese Woche auch die Männer in Sofia ihre europäischen Titelkämpfe im Kunstturnen aus. Das ersatzgeschwächte Schweizer Team strebt den Einzug in den Final der Top 8 an, an den einzelnen Geräten sind die Medaillen ausser Reichweite.

Sorgt der Schweizer Routinier Claudio Capelli für einen Exploit an der EM in Sofia?
Legende: Claudio Capelli Sorgt der Schweizer Routinier für einen Exploit an der EM in Sofia? EQ Images

Die Schweiz wird nach den verletzungsbedingten Absagen von Lucas Fischer, Pascal Bucher, Pablo Brägger und Nils Haller mit einem Rumpfteam an die EM reisen. Der Routinier Claudio Capelli, Oliver Hegi, Eddy Yusof, der nachnominierte Simon Nützi, der erstmals an einem internationalen Grossanlass teilnimmt, und Michael Meier werden den STV in der bulgarischen Hauptstadt vertreten.

Kein Überflieger

Die Konkurrenz im Kampf um die 8 Finalplätze ist sowohl bei den Gerätefinals als auch im Teamwettbewerb gross, da die europäische Leistungsdichte bei den Männern wesentlich höher ist als bei den Frauen. Bei den Schweizern fehlt zudem ein Ausnahmeathlet, wie dies bei den Frauen mit Giulia Steingruber der Fall ist.

Bei den Männern wäre nur schon der Einzug in einen Gerätefinal das höchste der Gefühle. Hegi (Pauschenpferd und Barren), Yusof (Barren) und Capelli (Boden) sind mögliche Kandidaten für einen Platz in den Top 8. Ein Exploit, wie jener von Fischer vor einem Jahr in Moskau, als der Aargauer am Barren überraschend Silber gewonnen hatte, ist kaum realisierbar.

Ehrgeizige Ziele

Trotz der langen Absenzenliste hält der Verband an den im Vorfeld kommunizierten Zielen fest: Rang 8 mit dem Team und die Qualifikation für zwei Gerätefinals. «Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken und müssen positiv denken», sagte Felix Stingelin, der Chef Spitzensport des Schweizerischen Turnverbands.

Junioren knapp an Coup vorbei

Die Schweizer Junioren haben zum Auftakt der Turn-EM in Sofia mit Rang 4 knapp die Bronzemedaille im Team-Wettkampf verpasst. Sie büssten auf das drittplatzierte Frankreich bloss 0,208 Punkte ein. Der Titel ging an England vor Russland.