Van der Graaff mit dem Befreiungsschlag

Laurien van der Graaff hat sich beim Heimrennen in Davos für einen harzigen Saisonauftakt rehabilitiert. Die 27-Jährige überzeugte an ihrem Wohnort mit einem 6. Platz im Skating-Sprint.

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Sprints in Davos

3:29 min, aus sportpanorama vom 21.12.2014

Die Ränge 46, 44 und 39 waren die magere Ausbeute von Laurien van der Graaff in den bisherigen 3 Sprints dieses Winters. In ihrem Palmarès aber weist die 27-Jährige schon 2 Weltcup-Podestplätze in dieser Disziplin aus. Darum schlichen sich nach diesem diskreten Einstand Zweifel ein.

Diese sind mittlerweile wieder verflogen. Van der Graaff glückte ausgerechnet vor Heimpublikum der ersehnte Befreiungsschlag.

Keine Reserven mehr im Final

Die Wahl-Bündnerin liess bereits im Prolog ihr wahres Potenzial aufblitzen und stellte die zweitbeste Zeit auf. Mit einem kontrollierten Viertelfinal arbeitete sie sich anschliessend in die Top 12 vor.

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Laurien van der Graaff im Interview

1:02 min, vom 21.12.2014

Im Halbfinal legte sie erneut flott los und reihte sich hinter Ingvild Flugstad Östberg, der Siegerin der Vorwoche, ein. Obwohl gegen Ende die Kräfte nachliessen, stellte Van der Graaff als Vierte des schnelleren Heats die insgesamt 6. Final-Qualifikation ihrer Karriere sicher.

In der Entscheidung konnte Van der Graaff keine Akzente mehr setzen – der Tank war leer. Als Sechste erzielte sie aber ihr sechstbestes Resultat. Vor drei Jahren war sie in Davos bereits auf den 5. Platz vorgeprescht. Der Sieg – der 70. an der Zahl – ging erwartungsgemäss an Marit Björgen (No).

Cologna auch im 4. Anlauf gescheitert

Mit Jöri Kindschi erntete ein weiterer Einheimischer Applaus. Eine taktisch clevere Renneinteilung trug dem Davoser den Halbfinal-Einzug ein. Im Kampf um die Final-Plätze blieb er aber chancenlos. Immerhin konnte er als 12. seinen Bestwert aus dieser Saison egalisieren.

Roman Schaad, der 3. Swiss-Ski-Vertreter in den Viertelfinals, meisterte die 1. Hürde in der Ausscheidungsphase nicht. Er schlug zwar ein hohes Tempo an, vergab eine gute Ausgangslage dann aber infolge eines Sturzes.

Dario Cologna blieb auch im 4. Sprint der Saison vorzeitig auf der Strecke. Zum Weiterkommen in die K.o.-Runde (Top 30) fehlten dem Münstertaler 9 Zehntelsekunden. Im Schlussklassement wird er als 36. geführt.

Sendebezug: SRF info & zwei, sportlive, 21.12.14 12:40 Uhr

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Halbfinal-Heat mit Jöri Kindschi

3:39 min, vom 21.12.2014

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Viertelfinal-Heat mit Roman Schaad

4:23 min, vom 21.12.2014