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Mehr Sport Nach Schäferstündchen auf Toilette: Rugby-Spieler suspendiert

Weltmeister Neuseeland hat nach einem Sexskandal Aaron Smith vorläufig suspendiert. Der 27-Jährige wurde auf dem Flughafen Christchurch dabei beobachtet, wie er mit weiblicher Begleitung auf einer Behindertentoilette verschwand.

Aaron Smith beim Jubel.
Legende: Aaron Smith Wegen Sex auf der Behindertentoilette für ein Spiel gesperrt. Imago

«Das war wirklich eine schlechte Entscheidung von Aaron», sagte Steve Tew, Geschäftsführer des neuseeländischen Rugbyverbandes NZR: «Das wirft ein schlechtes Licht auf ihn – und das gesamte Team.» Besonders pikant: Seine Begleitung war nicht seine Partnerin. Beobachtet wurde der Vorfall von einem Familienvater mit seinen Kindern.

Er hat sich und diejenigen, die ihm nahestehen, enttäuscht.
Autor: John KeyNeuseelands Ministerpräsident

Smith, der bereits 2014 mit einem Nacktselfie in die Kritik geraten war, entschuldigte sich auf einer eigens einberaumten Medienkonferenz. «Ich habe einen grossen Fehler gemacht. Ich möchte mich bei meiner Partnerin, ihrer und meiner Familie entschuldigen», sagte er. «Genauso wie bei meinem Team und allen Fans. Mein Verhalten war vollkommen inakzeptabel.»

In Neuseeland, wo die All Blacks Heldenstatus geniessen, löste der Vorfall eine Welle der Empörung aus. Selbst Ministerpräsident John Key kommentierte den Vorfall. «Er hat sich und diejenigen, die ihm nahestehen, enttäuscht», sagte Key. Zudem erklärten auch mehrere Sponsoren ihr Missfallen über den Skandal.
Für das neuseeländische Rugby ist der Vorfall ein neuerliches Ärgernis. Die Sportart sei auf dem besten Weg, sich in eine «nationale Schande» zu verwandeln, kommentierte die Tageszeitung New Zealand Herald.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es mehrere skandalöse Vorfälle gegeben. Eine Stripperin hatte Rugby-Spielern des Vereins Waikato Chiefs sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Nachwuchstalent Losi Filipo hatte zudem mehrere Personen, darunter zwei Frauen, gewalttätig angegriffen.

Sendebezug: SRF3, Morgenbulletin, 06.10.2016, 07:30 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Es scheint sich ja um einvernehmlichen Sex zwischen mündigen Personen gehandelt zu haben. Was mischt sich da der Verband ein, das ist kein rechtlich vorwerfbares Verhalten. Der Verband hätte klar machen sollen, dass sie für solche Vorfälle keine Verantwortung trägt. Alles andere ist Bigotterie und Neuseeland ist kein islamistischer Staat in dem alles verboten ist.
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    1. Antwort von Stephan Germann (Schoolofroses)
      Ich verstehe dein Punkt Markus. Ich finde es jedoch nicht verweflich, wenn ein Verband von seinen Spielern gewisse Werte erwartet, wie Treue, Loyalität und Selbstbeherrschung. Seine Partnerin in aller Öffentlichkeit betrügen auf einer Toilette!? Ich finde man darf da ruhig Spieler zur Verantwortung ziehen, dass hat doch nichts mit einem islamischen Staat zu tun, oder hast du kein Problem damit wenn deine Partnerin dich auf einer öffentlichen Toilette betrügt?
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    2. Antwort von Robert Meier (R. Meier)
      @Germann: Klar hätte ich ein Problem damit. Das ist aber trotzdem Privatsache. Der Verband sollte sich da raushalten.
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